Geschäftsmodelle Start-up und Mittelstand - wie geht das?

Wie kommt das Start-up zum Mittelstand? Eine Studie gibt erste Antworten.
Wie kommt das Start-up zum Mittelstand? Eine Studie gibt erste Antworten.

Kooperieren Mittelständler mit innovativen Gründungen, können beide Seiten davon profitieren, hören Unternehmer auf vielen Veranstaltungen. Doch wie funktioniert eine Kooperation? Das Institut für Mittelstandsforschung hat Bedienungen definiert. Wir stellen sie vor:

Grundlage der Studie sind Interviews mit Unternehmern, Investoren und Verbandsvertretern. Die Vorteile einer Zusammenarbeit sind für beide Seiten oft schnell klar: Im besten Fall erhalten die Gründungen branchenspezifisches Know-how sowie Zugang zu Ressourcen und einem großen Netzwerk. Mittelständische Unternehmen können mit Hilfe modernster Technologien und dem Wissen von hochqualifizierten Fachkräften beispielsweise die Digitalisierung ihres eigenen Geschäftsmodells weiterentwickeln und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Für innovative Gründer besteht die Herausforderung hingegen darin, die komplexeren Entscheidungsmechanismen des mittelständischen Unternehmens zu akzeptieren.

Start-ups sollten das Geschäftsmodell ihres potenziellen Partners kennen

Innovative Start-ups sollten sich im Vorfeld überlegen, welchen konkreten Mehrwert sie dem mittelständischen Unternehmen liefern können. Besonders hohe Erfolgsaussichten haben sie dann, wenn sie den konkreten Anwen- dungsfall ihres Produktes auf den Mittelständler übertragen können. Dies erfordert ein gewisses Maß an Branchen- bzw. Marktkenntnissen.

Mittelständler müssen interne Voraussetzungen schaffen

Sowohl in der Anbahnung der Kooperation als auch in der späteren erfolgrei- chen Umsetzung gibt es eine Reihe von Hemmnissen, die es zu überwinden gilt. Beide Seiten sollten sich auf Augenhöhe begegnen, was insbesondere Mittelständlern nicht immer leicht zu fallen scheint. Zudem müssen Mittelständler ihr oftmals vorhandenes Sicherheitsdenken ablegen, und innerhalb des eigenen Unternehmens eine innovationsfreundliche Kultur verankern, die auch tolerant gegenüber Rückschlägen ist. Ferner sollten etablierte Mittelständler vorab aktiv ihre Möglichkeiten zur Kooperation suchen.

Einheit von Eigentum und Leitung bietet Chance

Größere Unternehmen sind durch langwierige Entscheidungsprozesse gekennzeichnet, was bei Start-ups oftmals auf mangelndes Verständnis stößt. Hier liegt jedoch eine Chance des Mittelstands, denn inhabergeführte Unternehmen können aufgrund flacher Hierarchien schnell entscheiden. Dies ist sowohl in der Anbahnung, jedoch insbesondere für den Erfolg der späteren Umsetzung entscheidend. Zudem treffen, sowohl mit dem etablierten Mittelständler als auch mit dem Start-up, Unternehmerpersönlichkeiten zusammen, die oftmals eine ähnliche Sprache sprechen bzw. Wertvorstellungen teilen, was wiederum zum Kooperationserfolg beiträgt.

Angebote müssen transparent gemacht werden

Vorrangig liegt es an den Unternehmen selbst, aktiv den Markt nach attraktiven Kooperationspartnern zu sondieren und Strukturen zu etablieren, die den Erfolg solcher Kooperationen fördern. Initiativen bzw. Plattformen, die dabei helfen, diese Suche nach passenden Start-ups bzw. etablierten mittelständischen Unternehmen zu erleichtern, können jedoch hilfreich sein. 

Was müssen beide Partner noch beachten?

Beiden Seiten stehen nahezu unendlich viele Kooperationsformen zur Verfügung. Die konkrete Ausgestaltung der Kooperationsbeziehung, und somit auch die Intensität der Kooperation sowie deren juristische Manifestierung, sind im Wesentlichen von den jeweiligen Zielen abhängig. Dabei können auch Aspekte wie die Unternehmerpersönlichkeit, regionale Distanz oder bestimmte Branchenspezifika eine Rolle spielen. 

Doch ein Problem besteht weiterhin: Wo treffen sich Mittelständler und Start-up? 

Noch mehr Fragen? Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.