Lehre Schulen: Li-Fi statt Wi-Fi?

Der Schulraum der Zukunft: Über die Leuchten könnten die Schüler ins Netz gehen.
Der Schulraum der Zukunft: Über die Leuchten könnten die Schüler ins Netz gehen.

Während manche Schulen sich um ein stabiles und schnelles WLAN-Netz bemühen, ist das Hegel-Gymnasium in Stuttgart schon eine Schritt weiter. Die Visible Light Communication-Technologie wird seit Anfang des Jahres erprobt. Auch die Industrie dürften die Ergebnisse interessieren.

Die VLC-Technologie (auch Li-Fi genannt) ist eine mögliche Alternative zu herkömmlicher WLAN-Technik. Die Datenübertragung erfolgt ebenfalls kabellos, jedoch nicht mit Funkwellen, sondern über moduliertes Licht aus einer LED-Beleuchtung. Die Vorteile liegen darin, dass es keine Beeinflussung durch andere Funkwellen oder elektromagnetische Felder gibt. Das wirkt sich günstig auf die mögliche Bandbreite bei dicht belegten Funknetzen und eine geringe Störanfälligkeit aus, heißt es von den Forschern des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts aus Berlin.

Der Projektleiter am Fraunhofer HHI, Dr. Anagnostis Paraskevopoulos, erklärt: »Der heutige Schulraum braucht Lösungen für den flexiblen Datenaustausch. Wir glauben, dass die VLC-Technologie eine ernsthafte Alternative zu funkbasierten Systemen anbietet. Unser Projekt trägt damit auch zur Digitalisierung des Klassenraumes bei.«

Derzeit haben die Geräte, die VLC-Deckenleuchte und das VLC-Tischmodul, noch Prototypcharakter. Wenn die Technologie weiter ausgereift ist, wird langfristig eine Integration der Technik in die Raumbeleuchtung einerseits und in Endgeräte, wie Laptops, Tablets und Smartphones andererseits, durch die Industrie angestrebt.