Studie zum Nutzen der Ingenieurpromotion Schnelle Karriere mit Doktortitel

Eine Befragung von 361 Promovierten an der RWTH Aachen hat ergeben, dass sich der Aufwand einer Promotion lohnt: Promovierte Ingenieure machen schnell Karriere.

Eine neue Studie zur Situation von Promovierten hat zwei akademische Jahrgänge an der RWTH Aachen in den Fächern Maschinenbau, Elektrotechnik/ Informationstechnik, Informatik und Bauingenieurwesen untersucht. Mit deutlich positivem Ergebnis: Die überwiegende Mehrheit ist voll und ganz zufrieden bis zufrieden mit dem Ergebnis der Promotion, ihrer wissenschaftlichen Arbeit und den im Promotionsprojekt erworbenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen.

Die Promotion der Ingenieure unterscheidet sich in der Regel von der in anderen Disziplinen: Die Finanzmittel zur Durchführung der Forschungsvorhaben werden größtenteils von außen eingeworben, etwa als industrielle Drittmittel, die Promovierenden erhalten eine gute Bezahlung, die Promotion ist ein Projekt verbunden mit anderen Projekten. Neben der vertieften Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten, dokumentiert durch die Dissertationsschrift, werden auch viele Soft Skills erworben: zum Beispiel Selbstständigkeit, Management-, Personalführungs- und Vermittlungsfähigkeiten. Diese sind offensichtlich die Grundlage für einen nachgewiesenen schnellen Aufstieg in Leitungspositionen mit Personalverantwortung in der Industrie.

„Der hohe Stand der Technik in Deutschland und die industrielle Wirtschaftskraft hängen zu einem erheblichen Teil mit der Ingenieurpromotion zusammen: Herausragende wissenschaftliche Leistungen und die Vernetzung mit den Fragestellungen der Industrie sind das Erfolgsrezept!“, betont TU9-Präsident Prof. Dr.-Ing. Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen. „Ohne die Promovierenden und ihre qualitativ hochwertigen Dissertationen gäbe es für die Ingenieurwissenschaften weder den erzielten Stand der Technik noch das hohe Niveau der Ausbildung“, so Prof. Garbe, Vorsitzender des Verbandes 4ING der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik.