Studie "Arbeitslosigkeit 2035" Rekordbeschäftigung ab 2020 versprochen

Ab 2020 bis 2035 soll in Deutschland die Arbeitslosigkeit für Abschlüsse in den Bereichen Elektrizität, Energie und Elektrotechnik auf 1,1 Prozent zurückgehen, in anderen mathematisch-naturwissenschaftlichen Ausbildungsgängen sogar auf 0,7 Prozent. Das besagt eine neue Studie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Unter einer Voraussetzung allerdings.

Insgesamt soll es ab 2020 nur noch 2,25 Millionen Erwerbslose in Deutschland geben. Ab 2025 soll die Erwerbslosigkeit in Deutschland beständig unter der Zwei-Millionen-Marke liegen und fortan weiter sinken.  Die niedrigste Zahl an Erwerbslosen ist mit 1,7 Millionen für das Jahr 2030 zu erwarten.

Dies ist das Ergebnis der Studie „Arbeitslosigkeit 2035“, die die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. vergangene Woche auf ihrem Kongress „Deutschland hat Zukunft: Mehr Arbeitsmarkt – mehr Fachkräfte“ vorgestellt hat.

Auch die Erwerbslosenquote wird der Studie zufolge entsprechend zurückgehen, auf 4,8 Prozent im Jahr 2020. Die niedrigste Quote wird im Jahr 2030 mit 4,2 Prozent erreicht.  Für Bayern erwartet vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt ein Absinken der Erwerbslosenquote auf 2,7 Prozent im Jahr 2020 und auf 2,25 Prozent nach dem Jahr 2025. Die Zahl der Erwerbslosen wird dann nur noch rund 150.000 betragen.

Der Rückgang der Erwerbslosigkeit vollziehe sich allerdings sehr unterschiedlich nach Fachrichtung und Qualifikationsstufen, so die Studie. Vor allem bei Hochschulabsolventen und Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung wird die Erwerbslosigkeit stark zurückgehen. So wird sie unter Absolventen mit Hochschulabschluss in vielen Fachrichtungen gegen Null tendieren, beispielsweise bei Naturwissenschaftlern, Mathematikern und Medizinern.

Bei Personen mit einer Berufsausbildung sinkt die Erwerbslosenquote deutschlandweit von derzeit 5,5 Prozent auf 4,6 Prozent im Jahr 2020 und auf 1,6 Prozent im Jahr 2035. So wird beispielsweise die Erwerbslosigkeit von Arbeitnehmern mit einem Berufsabschluss in den Bereichen Elektrizität, Energie, Elektrotechnik im Jahr 2020 bis 2035 auf 1,1 Prozent zurückgehen, in anderen mathematisch-naturwissenschaftlichen Ausbildungsgängen sogar auf 0,7 Prozent. Im Pflegebereich ist die 0,0-Prozent-Grenze bereits bis 2025 erreicht. Komplett gegenläufig wird die Entwicklung bei den Personen ohne beruflichen Abschluss sein. Die Quote wird hier von 11,4 Prozent im Jahr 2011 auf 11,9 Prozent im Jahr 2020 sowie auf rund 17 Prozent bis zum Jahr 2035 steigen.

Die Studie wurde laut Brossardt unter der Annahme und Voraussetzung  erstellt, dass die Politik an der derzeitigen Situation nichts verändert. Die  vbw ist strikt gegen gesetzliche Mindestlöhne und eine Regulierung von Werkverträgen und Zeitarbeit.