Hochschulmarketing ‘Rein in den Alltag von Rohde&Schwarz

Seit 2004 veranstaltet Rohde&Schwarz seinen Hochschulwettbewerb »Engineering Competition«, den in diesem Jahr ein Studenten-Team des KIT gewonnen hat. Man wolle sich für die Studenten fernab von Unternehmenspräsentationen und Hochglanz-Broschüren erlebbar machen. Gelingt das?

54 Studierende aus Deutschland, Malaysia und den USA hatten sich der Final-Aufgabe gestellt: eine performanten, software-basierten DVB-T2-Coder auf Grundlage des Open-Source-Projektes GNU Radio im Münchner Rohde & Schwarz-Headquarter zu programmieren. 

Nun stehen die Gewinner von 3000 US-Dollar Siegprämie der diesjährigen Engineering Competition World League von Rohde & Schwarz fest: Das fünfköpfige Team des Karlsruher Institut für Technologie habe mit seinem programmierten DVB-T2-Coder »die Zukunft der Videoverbreitung auf ein neues Level gehoben« und damit das Finale des Hochschulwettbewerbs für sich entschieden. Die angehenden Elektrotechniker hätten durch interdisziplinäre Teamarbeit und kreativen Einsatz von Produkten des Münchner Elektronikkonzerns überzeugt, lobt die Jury.  

Der mit 1.500 Dollar dotierte zweite Platz ging ebenfalls an das Team des KIT, während sich die Studierenden der RWTH Aachen als Drittplatzierte über 750 Dollar freuen konnten. 

Die besten Codierungen will Rohde & Schwarz der Entwickler-Community in den kommenden Wochen zur Verfügung stellen. 

Rohde & Schwarz auf eine spielerische Art als Arbeitgeber kennenzulernen, das ist das Ziel von Carolin Schenck. »Sie erhalten Einblicke in den Arbeitsalltag sowie in die Unternehmenskultur von Rohde & Schwarz und haben Kontaktmöglichkeiten zu den Ingenieuren des Hauses«

Einst als deutscher Wettbewerb in Kooperation mit ausgewählten Universitäten und mit wesentlich weniger Teilnehmern gestartet, hat sich die Engineering Competition von Rohde&Schwarz inzwischen zu einem komplexen, internationalen Wettbewerb entwickelt, an dem rund 200 Studierende von vielen verschiedenen Standorten weltweit teilnehmen. 

Projektleiterin Schenck ist seit 2015 verantwortlich. Im Vergleich zum Beginn des Wettbewerbs sind die Ziele grundsätzlich die gleichen geblieben: »Wir wollen Rohde & Schwarz für die Studenten fernab von Unternehmenspräsentationen und Hochglanz-Broschüren erlebbar machen.«

Und das erreiche Rohde&Schwarz am ehesten mit realen Problemstellungen aus dem Alltag eines Rohde & Schwarz-Ingenieurs, »den sie an einer theoretischen Vorlesung an der Universität oder Fachhochschule nicht bekommen würden«, so Schenck. 

Dementsprechende viel Sorgfalt lege man auf die Auswahl der Aufgaben, um die Teilnehmer am Hochschulwettbewerb herausfordern zu können.

Seit Beginn haben sich inzwischen insgesamt mehr als 2.300 Studenten am Wettbewerb beteiligt, davon mehr als 600 Teilnehmer zum Finale im Münchner Headquarter.