Ausland Probleme im Silicon Wadi: Israel wirbt um Ingenieure

Mit Israel verbinden die meisten Menschen den Tempelberg, das Juden- und Christentum. Doch das Land am Mittelmeer ist ein Elektronikhightech-Standort. Doch es fehlt der Nachwuchs.
Mit Israel verbinden die meisten Menschen den Tempelberg, das Juden- und Christentum. Doch das Land am Mittelmeer ist ein Elektronikhightech-Standort. Doch es fehlt der Nachwuchs.

Israel gilt als das Silicon Valley des Nahen Osten. Deshalb nennen viele Beobachter das Land auch Silicon Wadi. Zahlreiche Elektronikunternehmen haben sich am Mittelmeer angesiedelt. Der Bedarf an Ingenieuren steigt. Ein neues staatliches Programm soll gut ausgebildete Fachkräfte anlocken.

Die israelische Regierung investiert mehr als 200 Mio. US-Dollar in die Ausbildungsoffensive, berichten Medien. Ein erster Schritt soll die Anwerbung von 500 High-Tech-Ingenieuren sein, heißt es in der Wochenzeitung Times of Israel.

Das Ziel des staatlichen Programms: In sechs Jahren sollen 40 % mehr Absolventen der Elektronik- und IT-Industrie zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sollen auch mehr Frauen, orthodoxe Juden und Araber in der Hightech-Industrie arbeiten. Die Regierung reagiert mit dem Programm auf eine Studie, die vor einigen Wochen veröffentlicht wurde. Die Analysten kamen zu dem Ergebnis, dass der israelischen Industrie in den nächsten zehn Jahren bis zu 10.000 gut ausgebildete Ingenieure fehlen.