Phoenix Contact, Industrieelektronik aus Blomberg Personalarbeit wie aus dem Lehrbuch

Dafür hat Gunther Olesch lange gearbeitet: Top Job honorierte die „beispielhafte und zukunftsorientierte Personalarbeit“ der Blomberger in diesem Jahr mit dem Titel „Arbeitgeber des Jahres 2011“ im deutschen Mittelstand. Wolfgang Clement überreichte den Preis.
Dafür hat Gunther Olesch lange gearbeitet: Top Job honorierte die „beispielhafte und zukunftsorientierte Personalarbeit“ der Blomberger in diesem Jahr mit dem Titel „Arbeitgeber des Jahres 2011“ im deutschen Mittelstand. Wolfgang Clement überreichte den Preis.

Für Phoenix Contact aus Blomberg ist Mitarbeiter-Zufriedenheit Chefsache - mit Erfolg: Mittlerweile hat sich der Spezialist für elektrische Verbindungstechnik zur überregional bekannten Top-Arbeitgebermarke entwickelt, die es ganz ohne Stellenzeigen auf gut 1000 Bewerbungen pro Monat schafft.

Als Gunther Olesch, heute Verantwortlicher für die Themen Personal, Recht, IT und Organisation, Ende der 1980er Jahre bei Phoenix Contact anfing, hatte er eine Vision und ein gutes Stück Arbeit vor sich: er wollte das Unternehmen zu einer der besten Arbeitgebermarken Deutschlands machen. Zu dieser Zeit war das Modewort „Employer Branding“ noch nicht erfunden, zum „Demographischen Wandel“ sagte man noch „Pillenknick“ und es gab in Deutschland noch keine Arbeitgeber-Wettbewerbe.  Die kamen erst auf, als „Employer Branding“ von Unternehmensberatern, PR-Agenturen und Verlagen entdeckt wurde, in Deutschland verstärkt seit 2002.

Natürlich gab es auch vorher schon Top-Arbeitgeber im Mittelstand: erfolgreiche mittelständische Patriarchen sorgten schließlich schon immer auch für ihre Mitarbeiter – doch weder sprach man im großen Stil darüber, noch gab es Ansätze für „Best Practices“.

Gunther Oleschs Vision wurde 1997 konkret, es begann mit einer ersten internen Mitarbeiterbefragung. Zur Mission gehörte es anfangs auch noch, das Management davon zu überzeugen, dass es sich für Phoenix Contact lohnen würde, in die Zufriedenheit von Mitarbeitern zu investieren. „Ich bin anfangs belächelt worden, musste viel Überzeugungsarbeit leisten“, erinnert sich Olesch.

Zur Jahrtausendwende schließlich, als der Start-up-Boom IT-Fachkräfte verschlang und sogar Greencards für Inder den Fachkräftemangel lindern sollten, entstanden auch in Deutschland die ersten Arbeitgeber-Wettbwerbe: Top Job in 2002 (Phoenix Contact war damals schon dabei), 2003 „Deutschlands beste Arbeitgeber“  in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Capital, im gleichen Jahr der BestPersAward des HR-Professors Christian Scholz von der Universität Saarbrücken.

Es ist auch Gunther Oleschs Verdienst, dass Phoenix Contact sich heute im ostwestfälischen Blomberg um Fachkräfte nicht zu sorgen braucht, während andere über Bewerbermangel klagen. Er hat seine Vision verwirklicht, in dem er kontinuierlich daraufhin gearbeitet hat.

„Mitarbeiter müssen sich wohl fühlen, Freude bei der Arbeit haben, echte Wertschätzung erfahren. Das ist die Grundlage! Employer Branding beginnt im Unternehmen, nicht in der Außenkommunikation, das verstehen leider viele falsch!“

Die Vorschläge der Jury, die aus dem ersten Top-Job-Wettbewerb 2002 resultierten (Verbesserung der Worklife-Balance, Arbeitszeitflexibilisierung), hat Phoenix Contact konsequent genutzt und umgesetzt. Bereits 2008 schaffte es der Steckverbinder-Spezialist zum Gruppen-Sieger „Top-Arbeitgeber 2008“, 2011 konnte der Erfolg wiederholt werden: Top Job honorierte die „beispielhafte und zukunftsorientierte Personalarbeit“ der Blomberger und kürte PC zum „Arbeitgeber des Jahres 2011“ im deutschen Mittelstand. Damit steht der Hersteller von Industrieelektronik nach 2008 nicht nur zum zweiten Mal ganz oben, sondern wurde binnen acht Jahren bereits zum vierten Mal ausgezeichnet.

„Das Personalmanagement von Phoenix Contact ist wie aus dem Lehrbuch: Das HR-Konzept ist umfassend, modern, ausgewogen und vor allem konsequent zukunftsorientiert.“ so die Laudatio der Jury bei der diesjährigen Preisverleihung. Stefan Schlüter, Produktmanager Überspannungsschutz bei Phoenix Contact, stand bei der Siegerehrung mit auf der Bühne. Als Hochschulabsolvent der Elektrotechnik hat er im Juli 2010 seinen Berufsweg bei Phoenix Contact angetreten. „Der erste Eindruck war schon etwas besonderes“, erinnert er sich. „Auf dem Weg zu meinem Vorstellungsgespräch haben mich alle Mitarbeiter, die mir auf dem Firmengelände begegnet sind, gegrüßt. Dabei war ich denen doch gar nicht bekannt“. Auch das Vorstellungsgespräch verlief ganz anders als erwartet: „Weniger mein technisches Wissen als die menschliche Komponente und ob ich ins Team passe, standen im Vordergrund des Gesprächs. Das hatte ich bei anderen Unternehmen ganz anders erlebt.“

Phoenix Contact hat das das Geschäftsjahr 2010 mit einem Umsatzplus von 40 Prozent abgeschlossen, 13 Prozent mehr als im Vorkrisenjahr 2008.

Bewerber-Infos:

Phoenix Contact hat mehr als 11.000 Mitarbeiter weltweit, davon rund. 6000 Mitarbeiter in Deutschland, Standorte in Deutschland: Blomberg, Bad Pyrmont, Lüdenscheid, Herrenberg, Lemgo, Berlin und Filderstadt.

Umsatz 2010: 1,34 Mrd. Euro

Gesuchte Fachrichtungen: Elektrotechnik, Feinwerktechnik, Produktionstechnik, Maschinenbau, Physik, Wirtschaftsingenieurwesen.

Einstiegsgehalt: 40.000 bis 45.000 Euro.

Weltweiter Einsatz möglich

Mehr Infos unter www.phoenixcontact.com sowie auf Xing.com und facebook.de.