Mikrochips und Sport Neue Runde beim Erfinderwettbewerb "Invent a Chip"

Bei "Invent a Chip", der gemeinsamen Nachwuchsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des VDE, stehen diesmal Mikrochips und Sport im Mittelpunkt.

Die winzigen Elektronikchips haben heute einen festen Platz im Alltag und sind auch aus dem Sport nicht wegzudenken: Sie stecken in Laufschuhen, in der Pulsuhr, in Kleidung und Fitnessgeräten. Ohne Hightech-Chips sind effektive Trainingspläne heute kaum mehr vorstellbar. Sie verbessern Prothesen für behinderte Sportler und zeigen genau, ob der Ball tatsächlich im Tor war. Von Mitte Februar bis Ende März können sich bundesweit Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 bis Klasse 13 von weiterführenden und berufsbildenden Schulen mit eigenen Ideen und Konzepten für Chips mit den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen bewerben. Außerdem sollen sie online 20 spannende Fragen aus der Welt des Sports und der Mikroelektronik beantworten. Die zwölf Teams mit den besten Chip-Ideen werden dann eingeladen, ihre Chips zu realisieren. "  

Im vergangenen Jahr nahmen 2.000 Jugendliche am Wettbewerb teil. Der Anteil der Mädchen lag bei 30 Prozent. Der Kreativität sind bei "Invent a Chip" keine Grenzen gesetzt, denn Mikrochips stecken in unzähligen Dingen unseres alltäglichen Lebens. Beispiel Smartphone: In der Kommunikation mit verschiedenen Geräten verwalten Mikrochips beim Sport Messdaten oder erstellen individuelle Trainingspläne. So sind die langfristige Dokumentation der eigenen Leistungen und der Austausch mit Trainern und Freunden mit heutiger Technik problemlos möglich.   

Auch ohne Vorkenntnisse können die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen umsetzen, stellt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender, fest: "Wir veranstalten diesen Wettbewerb bereits zum zwölften Mal und in jedem Jahr überzeugen uns sehr junge Menschen mit ihren Fähigkeiten. Ihre Innovationen versetzen Experten ins Staunen." So werden bei "Invent a Chip" junge Anwender zu Erfindern.

Die Siegerprojekte reichten im vergangenen Jahr vom ausgeklügelten Diebstahlschutz, einer intelligenten Steuerung von LEDs oder einer Überwachung von Solaranlagen bis zur automatischen Kamera-Ausrichtung. Ziel ist es, den eigenen Ideen freien Lauf zu lassen - das Thema Sport soll in diesem Jahr als Inspiration dienen. Das notwendige Know-how vermitteln dann Experten im Rahmen eines Workshops zur Chipentwicklung in Hannover. Die zwölf besten Teilnehmer oder Teams werden vom 3. bis 5. Mai 2013 in das Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz Universität Hannover eingeladen, wo sie - unter Betreuung der Fachleute - ihre Ideen in reale Chips umsetzen. Die besten und originellsten Mikrochips werden auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress am 14. Oktober 2013 in Aachen vor Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft präsentiert.   

Vor dem Start der Praxisphase sollen die Schülerinnen und Schüler zunächst bis zum Einsendeschluss am 31. März 2013 online 20 Fragen aus der Welt des Sports und der Mikroelektronik beantworten.

Auf die Sieger von "Invent a Chip" warten neben Geldpreisen von bis zu 3.000 Euro auch die Aufnahme in das Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Präsentation der Projekte auf Messen.   

Weitere Informationen und Teilnehmerunterlagen unter: www.invent-a-chip.de.