Digitalisierung MINT-Lücke im Juni: 257.000 sind neuer Rekord

Die MINT-Arbeitskräftelücke: Der Schweinezyklus ist nicht real, schreibt das IW Köln.
Die MINT-Arbeitskräftelücke: Der Schweinezyklus ist nicht real, schreibt das IW Köln.

Die Nachfrage nach MINT-Arbeitskräften ist im Vergleich zum Vorjahr in allen Berufsgruppen gestiegen, heißt es in einer Pressemitteilung des IW Köln. Deutschlandweit sind 440.000 MINT-Stellen zu besetzen – das ist ein Plus von 13,6 Prozent im Vergleich zum Juni 2016 - ein neuer Rekord.

Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit in den MINT-Berufen im Vorjahresvergleich um 9,2 % auf einen absoluten Tiefstand gesunken, schreiben die Analysten. Die Folge: Die MINT-Arbeitskräftelücke lag im Juni 2017 bei 257.000 Personen. 

Besonders dramatisch stellt sich die Situation bei MINT-Facharbeitern dar. Hier lag die Arbeitskräftelücke im Juni 2017 bei 118.400 Personen und hat sich damit innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt – im Juni 2015 lag diese noch bei 61.200. Aber auch viele Stellen für MINT-Akademiker blieben unbesetzt, schreibt das IW weiter. Der von manchen Pessimisten voreilig prophezeite Schweinezyklus hat sich dabei als komplette Fehlprognose erwiesen.

Trotz deutlich gestiegener Studierendenzahlen haben MINT-Absolventen – insbesondere in den technischen Fachrichtungen Ingenieurwissenschaften und Informatik – am Arbeitsmarkt beste Aussichten, heißt es abschließend.