»Global Salary Increase Survey« Mehr Gehalt im nächsten Jahr

2009 muss man abhaken: Nach einer ersten Zwischenbilanz der aktuellen Studie »Global Salary Increase Survey« der Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates steigen die Grundgehälter in diesem Jahr in Deutschland über alle Branchen und Hierarchieebenen hinweg voraussichtlich nur um 2,1 Prozent.

Noch im Februar lagen die Erwartungen bei rund 3,2 Prozent und Mitte 2008 bei 3,9 Prozent. Aber nächstes Jahr soll es besser werden: Für 2010 rechnen die Unternehmen mit einer durchschnittlichen Gehaltssteigerung von 2,7 Prozent. Die größten Gehaltserhöhungen erhalten in diesem Jahr Fachkräfte und Sachbearbeiter: Ihre Vergütung steigt um durchschnittlich 2,3 Prozent.

Die Grundbezüge des Topmanagements hingegen werden 2009 um lediglich 1,9 Prozent erhöht. 2010 sollen sie aber voraussichtlich mit drei Prozent wieder die höchsten Gehaltssteigerungen erhalten. »Unternehmen prognostizieren für das kommende Jahr deutlich höhere Anpassungen, sie gehen folglich von einer verbesserten wirtschaftlichen Situation aus«, sagt Marco Reiners, Leiter des Bereichs Vergütungsberatung von Hewitt Associates.

Beförderungen werden derzeit von knapp einem Drittel der Unternehmen zurückgestellt. Gehaltskürzungen sind selten, Gehaltserhöhungen allerdings auch: Nur zwischen 10 und 20 Prozent der Unternehmen planen aktuell Einsparungen bei der Vergütung, mehr Geld wird allenfalls Top-Performern gewährt.

Zusätzlich strukturieren Unternehmen ihre Bonussysteme um: Etwa jede achte Firma richtet die variable Vergütung stärker an Leistungszielen aus. »Die Unternehmen haben erkannt, dass eine wichtige Quelle ihrer Profitabilität ihre qualifizierten Mitarbeiter sind, die nach der Krise wieder stärker nachgefragt sein werden«, sagt Marco Reiners.

Indes haben beziehungsweise planen mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen einen Einstellungsstopp. Von Mitarbeiterentlassungen in diesem und im nächsten Jahr gehen derzeit 45 Prozent der Unternehmen aus. Immerhin: zu Beginn des Jahres planten das noch rund zwei Drittel der Firmen. Etwa ein Viertel der Befragten will die Möglichkeit der Teilzeitarbeit ausweiten.