Studie: Entwicklungsbudgets gehen verstärkt an externe Dienstleister Make or Buy? Buy!

Industrieunternehmen übertragen immer größere Teile ihres Entwicklungsbudgets an externe Dienstleister. Dabei geht es sowohl um die Vergabe kompletter Entwicklungsprojekte als auch um die Unterstützung interner Entwicklerteams durch externe Ingenieure.

Nach Schätzungen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk, Kaufbeuren, wurden 2012 insgesamt Entwicklungsprojekte in Höhe von 8,5 Milliarden Euro extern vergeben. Das zeigt die aktuelle Lünendonk-Liste 2013 „Führende Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland“.

„Der hohe Innovationsdruck, komplexe Technologien verbunden mit kurzen Innovationszyklen sowie eine limitierte Zahl an internen Ingenieuren  verstärken die Nachfrage nach externen Entwicklungsdienstleistungen“, erläutert Hartmut Lüerßen, Partner bei Lünendonk, die Marktentwicklung.

Mit einem Anteil von knapp 63 Prozent an den Gesamtumsätzen der analysierten Technologie-Beratungs- und Engineering-Services-Anbieter ist die Automobilindustrie der größte Auftraggeber. Auf die Luft- und Raumfahrtindustrie entfallen 17 Prozent der Nachfrage. Die übrigen Industriezweige machen jeweils deutlich weniger als 10 Prozent der Umsätze aus.

Etwa die Hälfte des Marktvolumens erzielten allein die 25 nach Inlandsumsatz in Deutschland führenden Technologie-Beratungs- und Engineering-Services-Anbieter. Sie verbuchten 2012 Aufträge im Wert von 4,6 Milliarden Euro im Vergleich zu 4,0 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

„Vor dem Hintergrund der Konjunkturdaten für 2012 – das Bruttoinlandsprodukt stieg nur um 0,7 Prozent – ist diese Marktentwicklung überaus positiv zu werten und zeigt, dass forschungsintensive Industriezweige wie die Automobilindustrie in hohem Maße in Produktentwicklung und Innovationsprojekte investieren“, so Lüerßen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2013 gehen die im Rahmen der Lünendonk-Studie befragten Anbieter von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus. Für das eigene Unternehmen erwarten sie ein Umsatzwachstum von  durchschnittlich 9,9 Prozent. Keiner der Studienteilnehmer rechnet mit rückläufigen oder konstanten Umsätzen.