IT- und Engineering-Freelancer Kürzere Projekte, mehr Arbeitsbelastung

Kürzere Projekte, mehr Arbeitsbelastung - IT- und Engineering-Freelancer sind dennoch zufrieden.
Kürzere Projekte, mehr Arbeitsbelastung - IT- und Engineering-Freelancer sind dennoch zufrieden.

Trotz aller Herausforderungen, die das Freiberufler-Dasein mit sich bringt, ist die Mehrheit der Freelancer offenbar zufrieden.

Der Leistungsdruck scheint für die Freiberufler im letzten Jahr gestiegen zu sein. So zeigt sich ein Trend zu immer kürzeren Projekten. Während ein Einsatz im Vorjahr im Durchschnitt 2,3 Jahre dauerte, liegt dieser Wert in der aktuellen Studie bei 1,4 Jahre.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Personaldienstleisters Gulp.

Gleichzeitig ist demnach die wöchentliche Arbeitszeit während des Projekteinsatzes im Schnitt um knapp zwei Stunden gestiegen. »Die Digitalisierung beschleunigt Innovations- und Entwicklungszyklen und Unternehmen müssen mit diesem Tempo Schritt halten«, erklärt Stefan Symanek, Leiter Marketing bei Gulp. »Die Zahlen unserer Studie weisen darauf hin, dass auch IT-Projekte immer straffer geplant werden und der Druck steigt, sie rechtzeitig und im Budgetrahmen umzusetzen.«

Allerdings verbringen die Freiberufler immer weniger Zeit vor Ort beim Projektkunden. Vor allem die Zahl derer, die zu 100 Prozent im Unternehmen sind, ist im Vergleich zum letzten Jahr um 7,4 Prozent gesunken.

Symanek erläutert: »Gründe dafür sind zum einen bessere Möglichkeiten und die gestiegene Akzeptanz der Remote-Zusammenarbeit, zum Beispiel über Collaboration-Tools oder Cloud-Lösungen. Zum anderen dürfte auch die politische Diskussion rund um die Novellierung der Werkvertragsregelung mit dem Stichwort Scheinselbstständigkeit ihren Beitrag dazu geleistet haben.«

Alles in allem sind 94,3 Prozent der Freelancer selbstständig aus Überzeugung und 79 Prozent würden die Freiberuflichkeit auch einem Freund weiterempfehlen. »Trotz aller Herausforderungen, die das Freiberufler-Dasein mit sich bringen kann, sind laut unserer Studie 84,7 Prozent mit ihrer aktuellen Situation zufrieden«, so  Symanek.