Kelly Global Workforce Index Jeder Zweite ist wechselbereit

Zum aktuellen Global Workforce Index wurden etwa 230.000 Personen in 31 Ländern befragt, davon über 2.300 in Deutschland. Die Umfrage wurde zwischen November 2013 und Januar 2014 von der RDA Group im Auftrag von Kelly Services durchgeführt.
Zum aktuellen Global Workforce Index wurden etwa 230.000 Personen in 31 Ländern befragt, davon über 2.300 in Deutschland. Die Umfrage wurde zwischen November 2013 und Januar 2014 von der RDA Group im Auftrag von Kelly Services durchgeführt.

Aufgepasst, Personaler: Nur ein Drittel der deutschen Angestellten fühlt sich durch den Arbeitgeber wertgeschätzt. Jeder zweite plant, in diesem Jahr eine neue Stelle zu suchen.

Und auch wenn sie mit ihrem aktuellen Job glücklich sind, schauen sich 53 % der Angestellten aktiv nach besseren Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt um, mehr als die Hälfte davon mindestens einmal pro Woche.

Dies geht aus der aktuellen Studie Kelly Global Workforce Index (KGWI) hervor, die sich mit den Ansichten von aktiven und passiven Arbeitssuchenden beschäftigt.

Nur etwas mehr als die Hälfte (52 %) der befragten deutschen Arbeitnehmer fühlen sich ihrem jetzigen Arbeitgeber sehr oder wenigstens etwas verbunden. Damit liegt Deutschland zwar über dem globalen (31 %), aber unter dem europäischen Durchschnitt von 56 Prozent. Andere Länder erreichen höhere Werte.

Die höchsten Werte erreichen Norwegen (78 %), Russland (71 %) und Dänemark (68 %). Die niedrigsten Werte verzeichnen Italien (33 %), Ungarn (38 %) und Portugal (40 %).

Die meisten Arbeitnehmer (81 %) würden für eine bessere Vergütung das Unternehmen wechseln. An zweiter Stelle folgen mit 69 Prozent Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und an dritter Stelle flexible Arbeitsbedingungen. Erst an vierter Stelle steht mit 58 Prozent eine bessere Work-Life-Balance. Bei der Gen Y liegt sie mit 64 Prozent auf dem dritten Platz.

„Die Zahlen zeigen, dass die Vergütung für deutsche Arbeitnehmer noch immer von zentraler Bedeutung ist.“, so Thomas Schenk, Managing Director von Kelly Services.

Die Erhebung zeigt weiter, dass die bevorzugte Bewerbungsart der Deutschen mit 89 Prozent die Online-Bewerbung ist. Nur 9 Prozent senden ihre Unterlagen noch in Papierform ein. Trotz des Vormarsches sozialer Netzwerke ist der Anteil derjenigen, die sich über Social Media bewerben mit einem Prozent verschwindend gering.

Lediglich 8 Prozent der Befragten haben Erfahrungen mit der Teilnahme in einer Online Talent Community und nur ein Viertel haben Interesse daran. Weltweit liegt der Anteil etwa doppelt so hoch. Damit liegt Deutschland bei der Beliebtheit und Nutzung von unternehmenseigenen Karrierenetzwerken im internationalen Vergleich deutlich zurück.

Am liebsten ist den Deutschen (51 %), wenn sie von einem potenziellen Arbeitgeber regelmäßig über Telefon oder Mails zu passenden Stellen kontaktiert werden. An zweiter Stelle folgt mit 26 Prozent die Teilnahme an Veranstaltungen, auf denen sie sich mit Mitarbeitern des Unternehmens austauschen können. 12 Prozent bleiben am liebsten über das soziale Netzwerk des Unternehmens in Kontakt.

Zum aktuellen Global Workforce Index wurden etwa 230.000 Personen in 31 Ländern befragt, davon über 2.300 in Deutschland. Die Umfrage wurde zwischen November 2013 und Januar 2014 von der RDA Group im Auftrag von Kelly Services durchgeführt.