Arbeitgeberwechsel Hamburger haben die höchste Wechselmotivation

Bittere Wahrheit: Häufig bringt in Deutschland erst Jobwechsel den erwünschten  Karriereschub.
Bittere Wahrheit: Häufig bringt in Deutschland erst Jobwechsel den erwünschten Karriereschub.

Das Karriereportal Xing hat die wahrscheinliche Wechselbereitschaft seiner mehr als 12 Millionen Mitglieder anhand eine Algorithmus errechnet. Der Algorithmus vergleicht dazu ähnliche Profile miteinander und erkennt, wie wahrscheinlich ein baldiger Jobwechsel ist.

Als Kriterien werden dabei ein gesteigertes Interesse an Stellenanzeigen, die Branche und das Tätigkeitsfeld zur Berechnung der Wechselbereitschaft herangezogen. Die Ergebnisse im Überblick: 

Hamburger (0,47), Bayern und Hessen (je 0,46) zeigen die höchste Wechselmotivation. Am niedrigsten liegen die Werte in den neuen Bundesländern, Erwerbstätige aus Brandenburg zeigen die geringste Motivation für einen Wechsel (0,41). Eine Erklärung könnte sein: In Hamburg, Bayern und Hessen ist der Arbeitsmarkt weniger angespannt als in Brandenburg.

Mit dem Alter sinkt die Bereitschaft für einen Jobwechsel. Während in der Altersgruppe 18-29 ein sehr hoher Wert von 0,56 vorliegt, befindet sich dieser in der Gruppe 40-49 nur noch bei 0,47, bei 50+ bei 0,39. Diese Entwicklung ist in allen Bundesländern zu beobachten, wobei die Werte in den neuen Bundesländern im Alter besonders stark abfallen.

Ingenieure nicht ausgewiesen

Frauen zeigen der Daten-Auswertung zufolge über alle Bundesländer hinweg eine leicht höhere Wechselmotivation (0,45 vs. 0,43).Position: Wenig überraschend ist, dass Berufseinsteiger eine besonders hohe Wechselmotivation (0,57) haben. Am niedrigsten liegt der Wert bei Erwerbstätigen auf Direktorenlevel (0,42).

Erwerbstätige aus dem Bereich Architektur und Bauwesen (0,42) zeigen wenig Motivation, einen neuen Job aufzunehmen – anders als in der wechselfreudigen Branche  Beratung und Consulting (0,53).

Marketing- und Werbespezialisten sind ebenso stark wechselmotiviert wie Personaler und Produktmanager (je 0,58). Facharbeiter aus der Produktion und im Handwerk (0,40) sowie jene aus der Administration, Sachbearbeitung und Verwaltung (0,41) sind laut Auswertung am wenigsten bereit, etwas Neues zu machen.