Selbstgebaute, autonome Modellautos Großes Finale des NXP Cup – hier sind die Bilder

Freude bei den Zweitplatzierten: Team FasTeach von der Uni Craiova in Rumänien.
Freude bei den Zweitplatzierten: Team FasTeach von der Uni Craiova in Rumänien.

Das Sieger-Auto brauchte nicht mal 20 Sekunden, um den kurvigen Parcours mit Schikanen und Hindernissen zu bewältigen: in München hat das Finale des NXP Cups stattgefunden.

Ein halbes Jahr lang fanden die Ausscheidungsrennen an 50 Universitäten in ganz Europa statt. Ende April war es dann soweit:  am Münchner Standort von NXP fand das Finale des 6. NXP Cups statt,  bei dem 17 Teams aus 9 Ländern ihre selbstfahrenden Modellautos gegeneinander antreten ließen.

Das Team KNE Fideltronik der Wissenschaftlich-Technischen Universität im polnischen Krakau hat das Rennen mit einer Bestzeit von 19,857 Sekunden gewonnen. Knapp gefolgt von den rumänischen Teams FasTech und UCC, beide von der Universität Craiova, die sich nur wenige Hundertstel geschenkt haben.
 

Die Autos hatten die Teams selbst gebaut. Dazu erhielten sie vorab von NXP einen Bausatz. »Vorwiegend geht es darum, den jungen Leuten die Technik der embedded-Entwicklung möglichst praktisch nahezubringen. Sie sollen mit MCU-Technik in Berührung kommen«,  sagt Jürgen Weyer, Vice President NXP Vertrieb Europa. Der Modellcharakter ist gewollt, denn er erlaubt den Studenten die Freiheit verschiedenste Konzepte auszuprobieren - ohne hohe Kosten und in einer ungefährlichen Umgebung.

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Die Bilder vom NXP Cup

Wettrennen intelligenter Modellautos - Studenten aus ganz Europa traten beim NXP Cup an.

»Es ist jedes Jahr interessant zu sehen, auf welche Ideen und Lösungen die jungen Leute kommen«, so Weyer weiter. »Ob sie nun Autos auseinander sägen und einfach auf einer Achse weiterfahren lassen, Kameras und andere Teilsysteme aufbauen oder die Modellautos per Smartphone steuern. Den Ideen und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.« Einzige Vorgabe der Rennleitung: Das Auto muss aus dem zur Verfügung gestellten Kit und aus NXP Bausteinen bestehen, den Parcours fehlerfrei durchfahren und nach der Ziellinie stoppen.

Das Rennen, das seit 15 Jahren weltweit abgehalten wird, ist zu einer festen Größe in der Universitätslandschaft geworden. Die Idee, Studierenden die MCU Entwicklung möglichst praxisnah zu vermitteln, hat an einigen Universitäten sogar zu einem Umdenken geführt. So ist man z.B. an der Universität Phelma im französischen Grenoble davon weggegangen, nur die reine Theorie zu vermitteln.

Mittlerweile arbeiten die Studenten direkt an einem Modellauto, um die verschiedenen Aufgaben zu lösen. Hierzu erhalten sie jeweils ein eigenes MCU-Entwicklungsboard, das sie beispielsweise entsprechend der Aufgaben modifizieren und dann an das Modellauto anschließen können, um verschiedene Situationen, Parameter oder Algorithmen zu testen.

»Die Werte, die im NXP Cup vermittelt werden, passen perfekt zu den Lehrprinzipien der Phelma: Wir wollen den Studierenden Unabhängigkeit und Internationalität sowie eine gesunde Wettbewerbsfähigkeit und vor allem den Spaß an der Arbeit nahebringen,« sagt Dr. Michelle Portolan, Leiter des Masterstudiengangs Embedded Systems and Software an der Universität Phelma in Grenoble. »Das Rennen und die Erfahrungen, die die Studierenden mit dem NXP-Cup Auto machen, sind ideal dazu geeignet, um die Studierenden näher an das reale vernetzte Auto heranzuführen, das eines der heißesten Themen der Branche ist.«

Die aus dem NXP Cup entstandene Online Community war zunächst als reine Plattform zum Kontakten und Austausch über das Rennen entstanden. Mittlerweile ist sie eine weltweite Austauschplattform für Wissen und Forschungsergebnisse und Projekte der Universitäten untereinander. Studierende und Absolventen tauschen Ideen aus, stellen Fragen und veröffentlichen Ergebnisse zu anderen Projekten rund um das Thema automatisiertes Fahren, die wieder aufgegriffen werden und die Basis für weitere Forschungen bilden.

Insgesamt sei der NXP Cup ein gelungenes Konzept und weit mehr als nur ein Autorennen, finden die Beteiligten. Er sei Spaß und Wettkampf, aber auch Lernkonzept und Wissensbasis für die Studierenden. Außerdem eine erfolgreiche Möglichkeit für NXP, neue Talente für das Unternehmen zu finden. Einige der Teilnehmer vergangener NXP Cups sind heute bei NXP beschäftigt.