Arbeitgeberwahl Gehalt erst auf Platz 5

Um mehr Frauen für den Bereich Automobilproduktion zu begeistern, hat Toyota eine Stiftung gegründet.

Worauf liegen Absolventen Wert, wenn sie sich für einen Arbeitgeber interessieren? Das hat Kienbaum in einer Studie untersucht.

Viel ist schon über die Bedürfnisse und Vorstellungen der Generation »Why« oder »Y« (geboren etwa ab 1980 bis 1999) geschrieben und gesprochen worden. Kienbaum hat jetzt noch mal nachgelegt.

Die wichtigsten Ergebnisse: Familie, Beziehung und Freunde sind die wichtigsten Werte im Leben von Absolventen. Treue, Genuss und Konsum sowie Mut werden als weniger wichtig erachtet. Karriere, Weiterbildung und Gehalt sind wichtig, aber nicht so wichtig wie Kollegialität und die Balance von Beruf und Freizeit.

Start-ups und Kleinunternehmen sind weniger gefragt als Mittelständler und Konzerne.  Image und soziale Engagement des Unternehmens sind weniger entscheidend. Die Standortnähe zum Wohnort oder zu einem Ballungsgebiet hingegen wird präferiert.
Projektmanagement sowie Consulting/Strategie sind die attraktivsten Bereiche für Berufseinsteiger, gefolgt von Marketing, Forschung & Entwicklung sowie Personal.

Die Leistungsmotivation ist bei Absolventen besonders stark ausgeprägt, weniger hingegen das Bedürfnis, sich mit der Leistung anderer zu messen oder gar Macht zu haben. Kein Plädoyer also für Hierarchien.

Job-Hopper sind sie auch nicht: Absolventen streben viele her eine dauerhafte Anstellung innerhalb eines Unternehmens an, die sich gut in den persönlichen Lebenstil integrieren lässt.

Selbstbestimmung/ Unabhängigkeit sowie technische/funktionale Kompetenz? Sind am schwächsten ausgeprägt.

Bekanntermaßen wählen männliche Absolventen tendenziell andere Bereiche für ihren Berufseinstieg als weibliche. Frauen bevorzugen Personal und Marketing, Männer Consulting/Strategie und Produktion.

Demnach haben die jungen Männer auch andere Vorstellungen von ihrem potentiellen Arbeitgeber als junge Frauen: Nämlich gute Bezahlung. Diese ist Frauen nicht so wichtig.

Generell sei die Generation Y keine homogene Gruppe, so Kienbaum. Ein Passepartout, das alle umschließt, gibt es also nicht.