Freelancer Freie Digitalisierungsexperten sind ausgelastet

IT-Freelancer sind gesucht, am liebsten kurzfristig. Das stellt die Vermittler vor Probleme, meldet Lünendonk. Denn durch die hohe Nachfrage seien IT-Freelancer in Deutschland stark ausgelastet, der eigene Pool reicht zunehmend nicht mehr aus.

Dies führe dazu, dass die führenden Agenturen bei 32,1 Prozent der Projekte die Kandidaten komplett neu rekrutieren müssen, Tendenz leicht steigend, so Lünendonk mit Blick auf eine aktuelle Marktsegmentstudie, »Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland«.

Dementsprechend sei die Besetzungsquote aus dem Pool der bereits registrierten Kandidaten von 68,8 Prozent leicht zurückgegangen auf 67,9 Prozent.

»Durch die hohe Auslastung der IT-Freelancer im Markt wird es für die Anbieter immer schwieriger, die Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten«, so Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk & Hossenfelder GmbH, die aktuelle Entwicklung.

»Problematisch ist dabei auch die Tatsache, dass viele große Anwenderunternehmen ihre Projekte ad hoc besetzen wollen«, so Lüerßen weiter.

Die Kurzfristigkeit der Anfragen werde dabei zunehmend zum Problem. Denn in der Praxis zeige sich, dass die funktionale Trennung der Rekrutierungs- und Projektsteuerungsaufgaben zwischen den Fachbereichen, der IT, dem Personalbereich und dem Einkauf immer wieder dazu führt, dass Projekte verzögert besetzt und verschiedene Lösungsansätze nicht parallel, sondern sequenziell bearbeitet würden.

Die Folge: Bei einer reinen Ad-hoc-Suche laufen Rekrutierungsanfragen Lünendonk zufolge häufig ins Leere. Das gelte sowohl für die Suche nach IT-Freelancern als auch nach fest angestellten IT-Experten von IT-Beratungsunternehmen sowie Experten, die auf Basis der Arbeitnehmerüberlassung eingesetzt oder im Wege der Festanstellung rekrutiert werden sollen.