Forschung Fraunhofer: 22 Mio. Euro für Frauenförderung

Will mehr Frauen an der Spitze: Prof. Dr.-Ing. habil. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft e.V.
Will mehr Frauen an der Spitze: Prof. Dr.-Ing. habil. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft e.V.

Die Fraunhofer-Gesellschaft zählt zu den wichtigsten Innovationsschmieden in Deutschland und sogar Europas. Doch an der Spitzen stehen vor allem viele Männer. Das soll sich ändern.

Von  103 Institutsleiter sind nur fünf Frauen, berichtet Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft im Interview mit dem Deutschlandfunk (das ganze Interview finden Sie hier). 

»Das wollen wir deutlich verändern, und wir hatten uns vorgenommen, dass im Jahr 2017 weiter nach vorn zu treiben, aber es ist uns nicht gelungen. Aber man muss natürlich auch die geeigneten Kandidatinnen finden. Wir haben jetzt ein Förderprogramm aufgelegt, um das zu verbessern. Das ist etwas, womit ich absolut noch nicht zufrieden bin, aber da bleiben wir intensiv dran«, erklärte der Präsident in dem Gespräch. Ein Programm von 22 Mio. Euro zur Förderung von Wissenschaftlerinnen soll Abhilfe schaffen. »Die Kollegen haben bei uns dann die Budgetverantwortung für zwischen 50 und 80 Millionen Euro, die jährlich auch zu akquirieren sind in Projekten mit der Wirtschaft, und müssen gleichzeitig wissenschaftliche Exzellenz aufweisen. Diese Persönlichkeiten kann man nicht entwickeln in einem Jahr. Das ist ein Prozess, und da setzen wir langfristig an, in Kooperationsmodellen mit den Universitäten«, versprich Neugebauer.