Office 4.0 Forschung für das Büro der Zukunft

Das 'Living Lab smart office space' der TU Kaiserslautern und des DFKI wurde jetzt eröffnet.
Das 'Living Lab smart office space' der TU Kaiserslautern und des DFKI wurde jetzt eröffnet.

Wie sieht das Büro der Zukunft aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher der TU Kaiserlautern und des DFKI im neuen Projekt 'Living Lab smart office space'.

Sie entwickeln neue Technikkonzepte für das Büro von morgen in einer realitätsnahen Umgebung: Das Team um Professorin Dr.-Ing. Sabine Hoffmann von der TU Kaiserslautern und Professor Dr. Andreas Dengel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Sie arbeiten dazu eng in einem neuen Labor zusammen, in dem sie ihre Ideen direkt in der Praxis erproben können.

Mit Komfort in Büros ist es offenbar nicht weit her: Zu heiß, zu kalt, zu laut, zu trocken, zu wenig Privatsphäre – das sind nur einige Punkte aus einer Nutzerbefragung, die die International Facility Management Organisation zu Büroräumen bereits im Jahr 2009 veröffentlicht hat.

Offenbar sind es insbesondere die thermischen Bedingungen, die zu einer Unzufriedenheit am Arbeitsplatz führen. Auch schlechte Lichtverhältnisse und ein hoher Lärmpegel sind nicht förderlich für die Konzentration, so die Organisation.

Wie sich der Komfort im Büro für jeden einzelnen verbessern lässt, daran wollen Professorin Sabine Hoffmann und ihr Team im neuen Living Lab smart office space mit Forscherkollegen des DFKI arbeiten.

Im Büro der Zukunft soll es Abhilfe in Form personalisierter Arbeitsplätze geben, die auf die Bedürfnisse des einzelnen zugeschnitten sind und individuelle Unterschiede besser berücksichtigen, sagt Hoffmann, die den Lehrstuhl für Gebäudesysteme und Gebäudetechnik an der TU Kaiserslautern innehat. Gezielt eingesetzte Automationstechnik soll zum Beispiel an jedem Arbeitsplatz Temperatur, Beleuchtung und Lüftung regeln, ohne das die Menschen die Kontrolle über ihre Umgebung verlieren.

Neben dem Komfort will sich Hoffmann auch der Energieeffizienz widmen: Vor allem Bürogebäude hätten einen sehr hohen Energieverbrauch, kritisiert sie. Mit neuen intelligenten Technologien soll sich ein Großteil an Wärme, Strom und Wasser einsparen lassen.

Auch die Kollegen des DFKI um Professor Dr. Andreas Dengel, Leiter des Forschungsbereichs Wissensmanagement, wwollen hier künftig an neuen Hard- und Software arbeiten, um den Büroalltag zu vereinfachen. Iintelligente Assistenzsystemen sollen dafür sorgen, dass sich das Büro von morgen auch bei der Nutzung von Wissen komfortabel gestalten lässt und Kreativität und Produktivität fördert. Dengel glaubt, dass der Einsatz moderner Informationstechnologien, wie zum Beispiel sensorischer Aktivitätserkennung, ‘enormes Potential’ für flexible Arbeitsumgebungen bietet.