Akademiker FHs setzen auf Industrie 4.0

(Fach-)Hochschulen in Deutschland setzen zunehmend auf Industrie 4.0. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des hessischen Bildungsanbieters Provadis.

Der Studie zufolge haben bereits 53 Prozent aller deutschen Hochschulen das Thema Industrie 4.0 in ihren Lehr- und Forschungsplänen fest verankert. 50 Prozent der Hochschulen mit einem Industrie 4.0- Schwerpunkt haben ein dazugehöriges Forschungszentrum.

9 Prozent der Hochschulen haben bereits einen Schwerpunkt für das Thema eingerichtet, 7 Prozent bauen ihre bisherigen Aktivitäten von einem Randgebiet zu einem Schwerpunkt aus.

Unter den Bundesländern, die die meisten Hochschulen mit Schwerpunkt Industrie 4.0 bzw. Hochschulen mit Schwerpunkt und Forschungszentrum haben, liegt Baden-Württemberg auf Platz 1 mit insgesamt acht Institutionen. Danach folgen Bayern und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 5 Hochschulen.

74 Prozent der akademischen Institutionen mit Fokus auf Industrie 4.0 sind Fachhochschulen. Am weitesten vorangeschritten und verankert in den Lehrplänen ist die Thematik in den Bereichen Automatisierungstechnik und Maschinenbau. Innerhalb der Wirtschaftsinformatik wird das Thema Industrie 4.0 eher theoretisch behandelt.

Provadis hat eine eigene Hochschule und bietet in Zusammenarbeit mit Unternehmen den dualen Masterstudiengang Technology & Management.

»Da die Halbwertszeit des Wissens immer weiter abnimmt, spielen insbesondere die Kompetenzen eine Rolle, die auch in einer digitalisierten Zukunft relevant sein werden: kreative Problemlösungskompetenz sowie soziale Interaktion, Kommunikation und Teamfähigkeit« ist Prof. Dr. Richard Beetz, Professor mit Fokus digitale Transformation im Fachbereich Wirtschaftsinformatik der Provadis Hochschule, überzeugt.