Arbeitsrecht Ex-Google-Programmierer klagt gegen Konzern

Wer diskriminiert hier wen? Richter müssen über die Klage von James Damor entscheiden.
Wer diskriminiert hier wen? Richter müssen über die Klage von James Damor entscheiden.

Im Sommer 2017 machte der Google-Mitarbeiter James Damor Schlagzeilen. Der Softwareexperte veröffentlichte eine umstrittene, sexistische Schrift und begründete den geringen Anteil von Frauen in der Tech-Branche mit biologischen Unterschieden. Er flog raus und klagt jetzt.

Der Programmierer fühlt sich jetzt selber diskriminiert. Grund: Intoleranz gegenüber Konservativen, berichtet der Ingenieur. Als Beweis sollen an die 100 Seiten Screenshots von Diskussionen unter Google-Mitarbeitern sein, berichtet der Guardian. In der Klage ist auch von schwarzen Liste die Rede und Google-Führungskräfte weigerten sich mit konservativ eingestellten Mitarbeitern zusammenzuarbeiten, heißt es in dem Artikel weiter. Weiße, männlich-konservative Angestellte würden bei Google geächtet, herabgesetzt und bestraft werden, behauptet Damor. Dazu bediene sich das Unternehmen illegaler Quoten bei der Einstellung von  Mitarbeitern, so Damor weiter. 

Der Guardian zitiert aus Screenshots interner Google-Diskussionen: In einem Post erklärte ein Manager seine Absicht, bestimmte gewaltsam beleidigende Perspektiven zum Schweigen zu bringen und weiter es gibt gewisse alternative Ansichten, einschließlich verschiedener politischer Ansichten, von denen ich nicht möchte, dass sich die Menschen hier sicher fühlen... Sie können glauben, dass Frauen oder Minderheiten unqualifiziert sind, so viel Sie wollen... aber wenn Sie es laut aussprechen, dann verdienen Sie das, was auf Sie zukommtIch führe eine schriftliche schwarze Liste von Leuten, die ich niemals in oder in der Nähe meines Teams zulassen werde, basierend darauf, wie sie ihre Mitarbeiter sehen und behandeln. Die schwarze Liste ist heute etwas länger geworden. 

Die komplette Dokumentation finden Sie hier im englischen Originaltext.