Arbeitsmarkt Es geht nicht nur ums Geld

Weltweit hat nahezu jeder zweite Studienteilnehmer im letzten Jahr den Arbeitgeber gewechselt, am häufigsten in der EMEA-Region.
Weltweit hat nahezu jeder zweite Studienteilnehmer im letzten Jahr den Arbeitgeber gewechselt, am häufigsten in der EMEA-Region. In Deutschland hingegen ist die Fluktuation mit 34 Prozent vergleichsweise niedrig.

Sechs von zehn Mitarbeitern in Deutschland sind aktiv wechselbereit und haben kaum emotionale Bindung an den Arbeitgeber. Über die Hälfte derer, die im vergangenen Jahr das Unternehmen verließen, fühlen sich im Nachhinein bestätigt mit dieser Entscheidung.

Das geht aus dem aktuellen Kelly Global Workforce Index (KGWI) hervor, der sich mit dem Thema Mitarbeiter-Engagement und -bindung beschäftigt.

Die Hauptgründe für den Wechsel waren die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung (20 Prozent), interessante bzw. herausforderndere Tätigkeiten (17 Prozent) und bessere Bezahlung (15 Prozent). Lediglich jeder Sechste ist auch im neuen Umfeld noch nicht zufrieden mit seiner Tätigkeit.

Nur jeder Vierte würde den aktuellen Arbeitgeber seinen Freunden empfehlen und lediglich ein Fünftel fühlt sich der Firma, für die er arbeitet, sehr verbunden.

Der Einfluss von Vorgesetzten und Managern auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter ist hoch: Knapp 60 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu und nur jeder Achte verneint sie.

Danach befragt, was Vorgesetzte besser machen könnten, antworteten die Studienteilnehmer: bessere Fortbildungsmöglichkeiten anbieten (58 Prozent), klare Ziele und Verantwortlichkeiten formulieren (51 Prozent) und eine transparentere Kommunikation pflegen (45 Prozent).

Knapp ein Drittel wünscht sich zudem mehr Anerkennung.