Neue Young Professionals Studie des VDE Elektro- und Informationstechnik als Studienfach weiterhin beliebt

Der Anteil weiblicher Studienanfänger im Bereich Elektro- und Informationstechnik ist von 11 auf knapp 13 Prozent angewachsen. Laut VDE "ein Schritt in die richtige Richtung."

Im Jahr 2012 schrieben sich 26.449 Studienanfänger für die Studiengänge Elektrotechnik und Informationstechnik ein, so das Statistische Bundesamt. Damit ist die Beliebtheit des Studienfaches das dritte Jahr in Folge angestiegen.

Zwar bedeuten die Zahlen ein Minus von 1,7 Prozent zum Vorjahr, doch im Vergleich zum Rückgang im Maschinenbau (minus 6 Prozent Studienanfänger) und im Bauingenieurwesen (minus 7 Prozent) fallen die Zahlen deutlich besser aus.

Gleichzeitig ist der Anteil weiblicher Studienanfänger von 11 auf knapp 13 Prozent angewachsen. „Das ist zwar noch nicht zufriedenstellend, aber ein Schritt in die richtige Richtung“, urteilt Dr.-Ing. Michael Schanz, Arbeitsmarktexperte beim VDE. „Die mediale Präsenz der Elektrotechnik und Informationstechnik ist enorm. Treiber sind die Energiewende und Themen wie Elektromobilität, Smart Cities oder Smart Home. Und ohne Elektrotechnik und Informationstechnik wird nun einmal nichts 'Smart'“, so Schanz weiter.

Mit insgesamt rund 520.000 Studienanfänger 2011 in Deutschland hält das Jahr den Rekord. Zurückzuführen war der Boom auf die demografische Entwicklung, auf die Aussetzung der Wehrpflicht sowie auf die doppelten gymnasialen Absolventenjahrgängen. Auch letztes Jahr gab es erneut in verschiedenen Bundesländern G8 und G9 Absolventen. „Daher ist die Zahl der Studienanfänger noch auf einem relativ hohem Niveau, ist aber im Vorjahresvergleich um 5 Prozent abgesunken“, kommentiert VDE-Experte Schanz.