Verkehrswende E-Mobilität ist doch kein Jobkiller

Die weltweit ersten Elektrobusse fuhren bereits 1898 in Berlin.
Die weltweit ersten Elektrobusse fuhren bereits 1898 in Berlin.

Neue Studie: Der Umstieg auf Elektromobilität soll bis 2030 insgesamt 145.000 Arbeitsplätze schaffen. Wer sind die Gewinner?

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der European Climate Foundation (ECF), über die die Wochenzeitung ZEIT zuerst berichtet hat.
Demnach steht die positive Prognose der ECF im Widerspruch zu einer im Juli vom Verband der Automobilindustrie veröffentlichten Untersuchung, die vom Münchner ifo-Institut erstellt worden war. Darin stand, dass bei einem Verbot von Neuwagen mit mehr als 600.000 der heutigen Industriearbeitsplätze direkt oder indirekt gefährdet wären.

An der ECF Studie haben neben Umweltverbänden wie dem Naturschutzbund Deutschland e. V. und Gewerkschaften wie der IG Metall auch Daimler, BMW, Volkswagen und der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) mitgearbeitet. Berechnet wurden die Prognosen von den britischen Ökonometrikern der Cambridge Econometrics.

Christoph Wolff von der European Climate Foundation erklärt im Zeit-Online-Beitrag die eigene, positive Prognose so: »Wir haben nicht nur untersucht, welche Folgen ein Umstieg für die Autoindustrie hat. Wir haben auch berücksichtigt, was in anderen Branchen passiert.«

Dadurch seien nicht nur die Verlierer, sondern auch die möglichen Gewinner der Verkehrswende in die Berechnung eingeflossen, darunter die Dienstleistungs- und die Energiebranche. Ihnen dürfte demnach die Umstellung auf Elektromobilität Auftrieb geben, denn E-Autos in Deutschland würden in Deutschland erzeugten Strom statt importiertes Öl nutzen.

Im Moment, so der Bericht weiter, stehen die Deutschen E-Autos noch skeptisch gegenüber. Nur jeder dritte Bundesbürger kann sich einen Umstieg vorstellen. Die Hauptgründe gegen E-Mobilität:  Reichweite, Infrastruktur, Preis.