Recruiting Die zehn meist benutzten Schlagwörter in HR-Profilen

HR-Spezialisten sollen Profis sein im Aufspüren passender Kandidaten-Profile, wirken auf ihren eigenen jedoch ziemlich austauschbar. LinkedIn hat die zehn von ihnen am häufigsten verwendeten Buzzwords ermittelt. 

In Zeiten des Fachkräftemangels lassen sich Recruiter so einiges einfallen. Sie tippen sich mit ausgefeilten Suchwort-Ketten durchs Internet, um versteckte Lebensläufe aufzuspüren, schreiben die Suchworte mit Absicht auch mal falsch ( C + + oder C++, Pyton statt Python)  um auf die Experten zu stoßen, die das auch (unabsichtlich) getan haben und die der Algorithmus aussortiert haben könnte.

Auch bei der Schlagwortsuche mit Google kann Kreativität zum Ziel führen, angeblich mögen ja IT-Spezialisten besonders häufig Heavy Metal.
 
Vor allem LinkedIn und  Xing  sind gern genutzte Plattform, um potenzielle Kandidaten für Neubesetzungen ausfindig zu machen und anzusprechen.

In ihren eigenen Profilen dort sind HR-Profis allerdings erstaunlich Mainstream, hat LinkedIn herausgefunden. Die Buzzwords ‘spezialisiert’, ‘erfahren’ und ‘Führungsqualitäten’ führen die Liste an. HR-Leute verpassten es damit, ihre eigene Marke zu stärken, kritisiert Barbara Wittmann, Direktorin für den Bereich Rekrutierungslösungen und Mitglied der Geschäftsleitung bei LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz.

‘HR-Spezialisten sind absolute Profis, wenn es um das Bewerten von Profilen potenzieller neuer Mitarbeiter geht. Einige vergessen dabei, dass ihr eigenes Online-Profil ebenso gründlich betrachtet wird’, sagt Wittmann. Es sei wichtig, auf LinkedIn ein authentisches Bild abzugeben, das die eigene Persönlichkeit wider spiegele und sich klar von anderen Kollegen unterscheide.

Das sind die zehn am häufigsten verwendeten Schlagwörter in HR-Profilen laut LinkedIn sind

  • spezialisiert
  • erfahren
  • Führungsqualitäten
  • Expertenwissen
  • leidenschaftlich
  • strategisch
  • qualifiziert
  • verantwortungsbewusst
  • motiviert
  • erfolgreich

Recruiter müssen sich der Arbeitgebermarke anpassen

Die Auswertung von LinkedIn zeige, so Wittmann, dass HR-Profis es verpassen, ihre persönlichen Eigenschaften in den Vordergrund zu rücken. 

‘Natürlich möchten auch Recruiter möglichst kompetent wirken und als Experten wahrgenommen werden. Doch im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen nehmen sie im Dialog auf LinkedIn eine andere Rolle ein’, sagt Wittmann weiter. ‘Sie müssen den Kandidaten nicht ihr Expertenwissen vermitteln, sondern als verlängerter Arm des Unternehmens auftreten und daher bereits einen Teil der Kultur vermitteln. Deshalb sollte das Profil sowohl eine persönliche Note enthalten, als auch mit dem Bild der Arbeitgebermarke übereinstimmen, die sie repräsentieren.’