Arbeitsmarkt Sensorik Das Automobil ist hier der Jobmotor

Steigender Elektronikanteil im Auto mit SMD-Sicherungen

Die Automotive-Branche stellt mit Abstand die meisten Jobs für Sensorik-Spezialisten. Welche Profile sind gesucht? Die Meta-Suchmaschine Joblift und die Big-Data-Jobplattform Jobfeed haben exklusiv für Markt&Technik den Arbeitsmarkt Sensorik in Deutschland untersucht.

Die Metasuchmaschine Joblift arbeitet mit Jobbörsen wie StepStone, Gigajob, stellenanzeigen.de und Jobware zusammen, insgesamt sind mehr als 100 Stellenbörsen und über 1.000.000 Stellen als Pool eingebunden.

Eine exklusive Auswertung für Markt&Technik der letzten beiden Jahre hat 2.214 bundesweit ausgeschriebene Ingenieur-Jobs mit Merkmal Sensorik ermittelt - bei einem durchschnittlichen monatlichen Wachstum des Angebots von 4 %.

Am häufigsten werden laut Joblift Ingenieure gesucht (30%), vor Softwareentwicklern (13%), Vertriebsmanagern (7 %), Hardwareentwicklern (3 %) und Elektrikern/Elektronikern (1%).

Unter den Top-5-Städten, in denen sich die Sensorik-Jobs finden lassen, sind vier Städte mit ansässigen Autobauern: Stuttgart (11 %) vor München (10%), Hamburg (4 %), Regensburg (3 %) und Ingolstadt (3%).

Bei Joblift dominiert als Anforderung der Master mit 57 %, am liebsten in den Studienfächern Elektrotechnik (1167 mal genannt), Mechatronik (547 mal gefordert), Maschinenbau (381 mal), Informatik (323 mal) und Physik (237 mal genannt).

48 Prozent der suchenden Unternehmen sind Konzerne mit über 5000 Mitarbeitern, in der Kategorie 1000 bis 4999 Mitarbeiter sind es immer noch 23 Prozent. Der Rest teilt sich auf in typische Klein- und mittelständische Unternehmen.

Der Arbeitsmarkt Sensorik wird also dominiert von Großunternehmen.

Die wichtigsten stammen auch Joblift zufolge aus der Automobilzuliefer-Branche, 23 % der 2214 Jobs ermittelten Jobs sind ihr zuzuordnen.

Erst mit weitem Abstand folgt als Branche Medizin/Healthcare mit 4 %.  Daher überrascht auch nicht die für die Automobilbranche typische, hohe Anzahl (47 % sind es laut Jobfeed) an Stellenangeboten, die von Personaldienstleistern (wie Adecco, Hays etc.) stammen.

Dabei dominiert die Vollzeit mit 94 %, nur 4 % der offenen Stellen in der Sensorik sind in Teilzeit ausgeschrieben. Nur 76 % sind unbefristet.

Jobfeed, die Big-Data-Jobplattform von Textkernel, sammelt Millionen von online geschalteten Stellenangeboten von Jobbörsen und Karriereseiten und wertet sie semantisch aus.

Ein und dasselbe Stellenangebot wird durchschnittlich auf 2,1 verschiedenen Websites oder Jobbörsen veröffentlicht - zumeist sind dies die Karriereseite des Unternehmens und ein ausgewähltes Jobportal. 

Um diese Duplikate bereinigt, hat Jobfeed 5.543 Jobs zu den beiden Stichworten 'Ingenieur‘ und  ‚Sensorik' gefunden. Diese teilen sich wie folgt auf: Gut 30 Prozent der Stellenangebote für Sensorik-Spezialisten stammen aus Bayern, knapp 26 Prozent in Baden-Württemberg. 

Nordrhein-Westfalen nimmt knapp 10 Prozent vom Stellenangebote-Kuchen ein, Hessen und Berlin folgen mit 8 bzw. knapp 6 Prozent.  Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, Sachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein folgen mit jeweils um die 3 %. Schlusslichter mit jeweils unter 1 % sind Brandenburg, Saarland, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. 

Mit 19 % vom Gesamt-Stellenangebot und damit die meisten Sensorik-Jobs hat 2016 die Continental AG ausgeschrieben, vor SAP (knapp 16 %) und Bosch Automotive Steering (gut 12 %). Sick folgt mit knapp 11 %, Valeo mit 10 %, Die Robert Bosch GmbH mit 8 %.

Fast 72 Prozent der von Jobfeed gefundenen Stellenanzeigen für Ingenieure aus dem Bereich Sensorik richten sich an Master-Absolventen, nur für 19 Prozent reicht der Bachelor, für 9 Prozent die Fachschule.