Stundensatz-Umfrage 2014 Bleibt IT-/Engineering-Selbstständigen unterm Strich mehr als Angestellten?

...wurde anonym und online durchgeführt. Teilnehmen konnten alle IT-/Engineering-Selbstständigen – egal, ob sie ihr Skill-Profil in die Gulp-Datenbank eingetragen haben oder nicht.
...wurde anonym und online durchgeführt. Teilnehmen konnten alle IT-/Engineering-Selbstständigen – egal, ob sie ihr Skill-Profil in die Gulp-Datenbank eingetragen haben oder nicht.

Lohnt sich für Sie finanziell der Gang in die Selbstständigkeit? Ordnen Sie sich ein anhand der Ergebnisse der neuen Stundensatz-Umfrage von Gulp, an der 2.046 IT-/Engineering-Selbstständige teilgenommen haben. Im Schnitt hatten diese letztes Jahr 125.275 Euro umgesetzt. Was bleibt davon hängen?

Dreiviertel der Teilnehmer einer Stundensatzumfrage unter gut 2000 IT- und Engineering-Freelancern sind der Meinung, dass ihnen unterm Strich mehr zum Leben übrig bleibt als einem Angestellten. Der Stundensatz, den IT-/Engineering-Freelancer in ihren Projekteinsätzen erhalten, ist im letzten Jahr um einen Euro auf nun 80 Euro gestiegen.

 

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Stundensatzumfrage 2014 IT- und Engineering

Der Stundensatz, den IT-/Engineering-Freelancer in ihren Projekteinsätzen erhalten, ist im letzten Jahr um einen Euro auf nun 80 Euro gestiegen. Durchschnittlich hat jeder dieser Selbstständigen im Jahr 2013 125.275 Euro umgesetzt.

Durchschnittlich hat jeder dieser Selbstständigen im Jahr 2013 125.275 Euro umgesetzt. Mehr als Dreiviertel von ihnen sind der Meinung, dass einem Selbstständigen unterm Strich mehr zum Leben übrig bleibt als einem Angestellten.

Das ist ein Teil der Ergebnisse einer bereits zum zweiten Mal durchgeführten, web-weiten Stundensatz-Umfrage, an der 2.046 IT-/Engineering-Selbstständige mit und ohne Gulp-Profil teilgenommen haben. Zur Teilnahme wurde auf der Webseite von Gulp, sowie auf denen von sieben Medienpartnern aufgerufen, darunter auch auf www.karriere-ing.de.

Im Schnitt erhalten IT-/Engineering-Selbstständige aktuell einen Stundensatz von 80 Euro. Das ist ein Euro mehr als vor einem Jahr. Nur etwa ein Drittel (33,1 Prozent) arbeitet zu Honoraren von unter 70 Euro, 16,8 Prozent rechnen mehr als 100 Euro pro Stunde ab.

Durchschnittlich hat jeder IT-/Engineering-Freelancer im Jahr 2013 125.275 Euro umgesetzt. Umsätze von mehr als 150.000 Euro verbuchten 2013 26,8 Prozent der Freelancer, das sind 1,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Alle Umfrage-Teilnehmer zusammen haben im Jahr 2013 einen Gesamtumsatz von rund 177 Millionen Euro erwirtschaftet.

Abzüglich Kosten für Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeversicherung, Steuerberater, Fort- und Weiterbildung, Büro etc. erzielten die IT-/Engineering-Selbstständigen im Jahr 2013 durchschnittlich einen Gewinn von 73.881 Euro. Im Schnitt sind IT-/Engineering-Freelancer 18 Arbeitstage pro Monat im Projekteinsatz für ihren Kunden tätig.

Dazu addieren sich drei Tage pro Monat, die sie für ihr eigenes Unternehmen aufwenden: Sie bilden sich fort, akquirieren neue Projekte oder kümmern sich um Buchhaltung und Verwaltung. Diese Zeit wird dem Freelancer nicht vergütet – er muss sie also selbst finanzieren, ebenso wie Urlaubs- oder Krankheitstage.

Diese 24 „unbezahlten“ Stunden pro Monat sind einer von mehreren Gründen, warum der Vergleich zwischen dem Gehalt eines Angestellten und dem Stundensatz eines Selbstständigen immer hinken wird. Konkret darauf angesprochen sind dennoch 78,9 Prozent der IT-/Engineering-Freelancer der Meinung, dass einem IT-Selbstständigen unterm Strich mehr zum Leben übrig bleibt als einem Festangestellten.

Die positive finanzielle Situation wirkt sich aus: Freelancer im IT-/Engineering-Bereich machen sich selten aus der Not heraus selbstständig. 93,6 Prozent der IT-/Engineering-Selbstständigen sind aus Überzeugung ihr eigener Chef. Konsequenterweise sind deswegen auch 88,4 Prozent der Teilnehmer an der großen GULP Stundensatz-Umfrage mit ihrer momentanen beruflichen Situation zufrieden. Die meisten IT-/Engineering-Selbstständigen sind in den Branchen IT, Banken & Finanzinstitute und Automotive tätig: Zusammengefasst werden in diesen drei Sparten 42,0 Prozent der Freelancer-Projekte abgewickelt.

Mit 48,3 Prozent war knapp die Hälfte der Freelancer in ihrem aktuellen oder zuletzt durchgeführten Projekt in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten weltweit tätig. Auf Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern entfallen nur 14,0 Prozent der Projekte. Natürlich ist der Personalbedarf je Unternehmen im Mittelstand geringer – doch gerade dort fehlt oft Spezialwissen, das für zeitlich begrenzte Projekte benötigt wird und das Freelancer mitbringen.

Dabei gibt es einen Lichtblick: Vor einem Jahr entfielen auf Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten nur 8,5 Prozent der Projekte, also noch 5,5 Prozentpunkte weniger. Immer häufiger setzen also auch kleine Unternehmen externe IT-/Engineering-Spezialisten ein.