Dissertation Beste 'Dr.-Ing.' in E-Technik gesucht

Dr.-Ing. Anne-Katrin Marten war die letzte Gewinnerin des mit 3.000 Euro dotierten Dr. Wilhelmy-VDE-Preis für herausragende Dissertationen.
Dr.-Ing. Anne-Katrin Marten war die letzte Gewinnerin des mit 3.000 Euro dotierten Dr. Wilhelmy-VDE-Preis für herausragende Dissertationen.

Elektroingenieurinnen, die 2016 ihre Dissertation mit Bestnoten abgeschlossen haben und dabei nicht älter als 35 Jahre waren, sind Kandidatinnen für den Dr. Wilhelmy-VDE-Preis. Die Siegerin kann sich über 3000 Euro Preisgeld freuen. Noch bis zum 31. März nimmt der VDE Bewerbungen entgegen.

Die Rahmenbedingungen: Neben einem herausragenden Promotionsabschluss muss die Dissertation im deutschsprachigen Raum entstanden sein und eine hohe Bedeutung für die Wissenschaft oder den Wirtschaftsstandort Deutschland haben.

Der VDE und die Dr. Wilhelmy-Stiftung haben den Preis 2014 ins Leben gerufen, um junge Nachwuchswissenschaftlerinnen der Elektro- und Informationstechnik zu fördern. Die Dr. Wilhelmy-Stiftung stellt für das Programm pro Jahr eine Fördersumme von bis zu 9.000 Euro für maximal drei Preisträgerinnen zur Verfügung.

Der letztjährige Preis ging an Dr.-Ing. Anne-Katrin Marten aus Berlin und fand im Rahmen des VDE-Hauptstadtforums statt. In ihrer Dissertation »Operation of meshed high voltage direct current (HVDC) overlay grids – From operational planning to real time operation« beschäftigte sich Marten mit der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ), einer Option, die laut Netzentwicklungsplan eine entscheidende Rolle für die Zukunft spielt.

Anne-Katrin Marten entwirft in ihrer Dissertation Betriebsführungsmethoden zum Betrieb eines HGÜ-Netzes, das in ein bestehendes Drehstromverbundnetz integriert ist. Dabei legt sie Wert darauf, dass die Methoden bereits für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen anwendbar sind und trägt damit dem typischen Entstehungsprozess von Energiesystemen Rechnung. Die Methoden reichen von der Wahrung des Energiegleichgewichts über den Echtzeitbetrieb im gemischten HGÜ-Drehstromnetzbetrieb bis hin zur Einsatzplanung der HGÜ-Umrichter.

Die Preisträgerin hat einen Bachelor im dualen Studiengang der Elektro- und Informationstechnik und an der Technische Universität Ilmenau den wissenschaftsorientierten Masterstudiengang Electrical Power and Control Engineering mit Auszeichnung abgeschlossen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Elektrische Energieversorgung der TU Ilmenau stellte sie ihre Dissertation mit dem Prädikat »summa cum laude« fertig und publizierte zahlreiche nationale und internationale wissenschaftliche Papers.

Seit August 2016 arbeitet sie beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH in der Abteilung Konzepte und Systemstrategie in der Systemführung.

Für die Durchführung des Programms ist der VDE verantwortlich. Bewerberinnen können ihre Dissertation bis zum 31. März 2017 beim Ausschuss Elektroingenieurinnen im VDE einreichen.