Weiterbildung Berufsbegleitend zum Ingenieur

Mit dem Bachelorabschluss sollen die angehenden Absolventen als Ingenieur oder Ingenieurin in allen Feldern der Energietechnik arbeiten können. Beginn ist der 20. September.
Mit dem Bachelorabschluss sollen die angehenden Absolventen als Ingenieur oder Ingenieurin in allen Feldern der Energietechnik arbeiten können. Beginn ist der 20. September.

Ohne Abitur nebenberuflich einen Bachelor-Abschluss in Energietechnik machen? Das geht an der Universität Duisburg-Essen. Und Meister können sich zum Master of Science Elektrotechnik an der Hochschule Aschaffenburg weiterbilden.

Fachkräfte für Regenerative Energien, Energiemanagement oder Smart Metering werden gesucht – und in Zukunft mit steigender Professionalisierung der Energiewende wohl noch stärker. Die Universität Duisburg-Essen bietet ab September in Kooperation mit dem Haus der Technik Essen zum dritten Mal den berufsbegleitenden, viereinhalbjährigen Studiengang „Energietechnik“ mit Abschluss Bachelor an. 

Die ersten Absolventen werden 2015 fertig sein. Dr. Fritz Dieter Erbslöh ist beim Kooperationspartner Haus der Technik Essen verantwortlich für die Hochschulprogramme. Er erklärt: „Etwa 70 Prozent der 30 Teilnehmer eines Jahrgangs kommen aus mit der Energiewirtschaft verbundenen Tätigkeiten, haben eine technische Ausbildung hinter sich oder den Ausbildungsabschluss vor sich und sehen die höherwertige Tätigkeit und die persönliche Karriere im Mittelpunkt. 15 Prozent suchen den Umstieg aus anderen, nicht-technischen Tätigkeitsfeldern, und die restlichen 15  Prozent verteilen sich  auf diverse Motivationen, dazu gehören z. B. ehemalige Studienabbrecher. Der Altersschnitt der jeweiligen Beginner liegt bei 26 Jahren.“

Mit dem Bachelorabschluss sollen die angehenden Absolventen als Ingenieur oder Ingenieurin in allen Feldern der Energietechnik arbeiten können: „regenerativ wie konservativ“, sagt Erbslöh. Der Studiengang vermittele Basiswissen und sei breit angelegt. Auf eine Spezialisierung habe man bewusst verzichtet – „denn den weiteren Lebensweg bestimmt der Beruf, oder ein anschließendes Masterstudium. Als Spezialisierung bieten wir derzeit den Master Energiewirtschaft und den Master Windenergie an. Wie weit der Anschluss hier gesucht wird, muss sich erst zeigen. Wir vermuten, dass nach den Anstrengungen des berufsbegleitenden Bachelor erst einmal eine Pause eingelegt wird.“

Die Wirtschaft unterstützt die Teilnahme am Studiengang in vielen Fällen, manche wie Siemens nutzen den Studiengang sogar als Teil der Personalentwicklung. Erbslöh. „Jedoch zahlt ein nicht kleiner Anteil die Studiengebühren (immerhin insgesamt fast 20.000 Euro, Anm.d.Red.) selbst; wir unterstützen das durch langfristige Finanzierungsangebote, um die monatliche Belastung verträglich zu gestalten.“

Die formalen Hürden sind niedrig, eine abgeschlossener Berufsausbildung und  –praxis reichen in der Regel aus. Dennoch, so Erbslöh, hat die Mehrheit der Studenten, die seit 2011 den Bachelor Energietechnik studieren, Abitur. „Die meisten kommen mit den Anforderungen eines technischen Studiums zurecht, zumal wir intensiv betreuen. Mehr Schwierigkeiten haben diejenigen, die allein eine berufliche Qualifikation besitzen. Für diese Gruppe stellen die mathematischen Anforderungen in den ersten Halbjahren eine besondere Klippe dar. Inzwischen haben wir hierfür eine intensive Mathematik-Vorbereitung eingerichtet und in das Studium mit aufgenommen.“