Karriere in der Warteschleife? Beförderung 2014: Die wichtigsten Tipps

Beförderungen am Arbeitsplatz schaden auf Dauer der psychischen Verfassung, ohne positive Auswirkungen auf körperliche Gesundheit und Lebenszufriedenheit zu entfalten. Das ist das Ergebnis einer Studie australischer Wissenschaftler, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat. Trotz dauerhaften Einkommenssteigerungen und höherem sozialen Status überwiegen langfristig die negativen Effekte von vermehrtem Stress und längeren Arbeitszeiten.
Wer es auch dieses Jahr nicht schafft: Beförderungen am Arbeitsplatz schaden auf Dauer der psychischen Verfassung, ohne positive Auswirkungen auf körperliche Gesundheit und Lebenszufriedenheit zu entfalten. Das ist das Ergebnis einer Studie australischer Wissenschaftler, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat.

Eine Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Arbeitnehmer hielt eine Beförderung im vergangenen Jahr für sehr unwahrscheinlich. Damit es in diesem Jahr mit dem Karrieresprung klappt, folgende Ratschläge.

Mehr Verantwortung, höheres Gehalt, Karriere – das ist offenbar zur Seltenheit geworden, denn nur ein kleiner Teil (8 Prozent) der im letzten Jahr von Monster befragten Nutzer rechnete mit dem beruflichen Aufstieg. Dagegen hielten 64 Prozent einen Karrieresprung für „sehr unwahrscheinlich“, rund 14 Prozent für „unwahrscheinlich“.

Desillusionierend? „Wer nicht fragt, der nicht gewinnt“ kontert  Bernd Kraft, Vice President General Manager der Monster Worldwide Deutschland GmbH. „Sie müssen Ihren Aufstieg aktiv einfordern!“

Denn häufig sei die Ausgangslage nicht so aussichtslos, wie sie auf den ersten Blick scheine: „Arbeitnehmer können die eigenen Karrierechancen aktiv beeinflussen. Auch wenn Gespräche mit Vorgesetzten oft als unangenehm empfunden werden, kann man mit einer ausführlichen Vorbereitung zum Ziel kommen. Es ist wichtig, dem Chef seine Ansprüche selbstbewusst darzulegen. Entscheidend ist es, seine bisherigen Leistungen hervorzuheben und Strategien für künftige Herausforderungen zu formulieren.“

Kraft hebt folgende Argumente und das richtige Timing hervor. Im Grund sind es dieselben, die auch den Wunsch nach mehr Gehalt untermauern sollten:  

1.    „Um 2014 erfolgreich eine Beförderung auszuhandeln, benötigen Sie überzeugende Gründe. Insgesamt ist es dabei nicht ratsam, Kollegen als Vergleich heranzuziehen und deren berufliche Situation als Argument für Ihre Forderung aufzuführen. Besser ist es, die eigenen Erfolge und den Nutzen für das Unternehmen klar darzustellen.“

2.    „Daher ist es sehr hilfreich, wenn Sie kontinuierlich über das ganze Jahr Ihre Erfolgsbilanz dokumentieren, bspw. in Form von Projekterfolgen, absolvierten Weiterbildungen, Kosteneinsparungen o.ä. Überlegen Sie sich außerdem im Vorfeld genau, in welchem Rahmen sich Ihre Forderungen bewegen sollen. Dazu gehört auch, dass Sie sich informieren, wo Ihr Marktwert liegt.“

3.    „Der passende Zeitpunkt für die Forderung nach einem höherem Gehalt oder einer höhere Position ist ebenfalls entscheidend. Sie sollten Ihr Vorhaben nie „zwischen Tür und Angel“ oder in einer besonders stressigen Situation anbringen. Wählen Sie auch ein gutes Timing hinsichtlich wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.“

4.    „Das jährliche Personalgespräch ist grundsätzlich ein guter Aufhänger für Verhandlungen. Da jedoch die meisten Kollegen ähnlich denken, empfiehlt es sich, über alternative Termine nachzudenken. Gute Anlässe sind z.B. der erfolgreiche Abschluss eines großes Auftrags oder eines Ihrer Projekte oder neue Aufgaben, bei denen das Unternehmen von Ihnen einen überdurchschnittlichen Einsatz erwartet.“

Und sollte es trotzdem 2014 nicht klappen - hier kommt Trost: Beruflicher Aufstieg bringt vor allem Stress, hat das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) kürzlich herausgefunden.

Beförderungen am Arbeitsplatz schaden demnach auf Dauer der psychischen Verfassung, ohne positive Auswirkungen auf körperliche Gesundheit und Lebenszufriedenheit zu entfalten. Trotz dauerhaften Einkommenssteigerungen und höherem sozialen Status überwiegen langfristig die negativen Effekte von vermehrtem Stress und längeren Arbeitszeiten.

Spätestens nach drei Jahren war bei den Befragten einer Langzeitstudie die Karriere-Euphorie verflogen: Trotz mehr Geld und höherem Status gingen Jobzufriedenheit, subjektive Arbeitsplatzsicherheit und das Gefühl, angemessen bezahlt zu werden, wieder auf das Niveau vor der Beförderung zurück.

Körperliche Gesundheit und allgemeine Lebenszufriedenheit blieben auf lange Sicht weitgehend unverändert. Die psychische Gesundheit litt jedoch dauerhaft unter der gestiegenen beruflichen Belastung, die verbreitet zu Nervosität und Unruhezuständen führte.