Demografischer Wandel Bayern wird alt aussehen

Dass Europas Bevölkerung in den kommenden Jahren schrumpfen wird, steht fest. Was Arbeitgeber dabei besonders interessiert: Wo und um wie viel sinkt die Zahl der Erwerbstätigen, und wo wird sie zunehmen?

Wissenschaftler haben jetzt eine Landkarte vorgelegt, auf der sich das Region für Region ablesen lässt. Von jedermann, denn die Karte steht im Internet unter www.demographic-risk-map.eu.

1990 waren die Menschen in Niederbayern im Durchschnitt 38,31 Jahre alt. Ein gestandener Wert, nicht zu jung, nicht zu alt, für die meisten Arbeitgeber gerade recht. In gut 20 Jahren allerdings werden die Niederbayern vergleichsweise betagt sein, im statistischen Mittel nämlich 46,47 Jahre. Das ist schon eher ein gut gelagerter, um nicht zu sagen: ein abgestandener Wert.

In Oberbayern, Franken und in der Oberpfalz sieht es ähnlich silbergrau aus. Noch älter, im Schnitt weit über 50 Jahre alt, werden die Menschen in den östlichen Bundesländern sein. Die übrigen EU-Staaten werden 2030 ebenso alt aussehen wie die Bayern. Und wo hält sich die europäische Jugend versteckt? Weit ab vom deutschen Schuss, nämlich in Schweden, in Finnland und in Litauen.

Zugegeben: Das alles klingt nach entfernter Zukunft und auch geografisch nach weit weg. Doch das Überalterungsrisiko naht unausweichlich, und es wird in den Betrieben starke Veränderungen in der Personalpolitik auslösen. Die wird nämlich bei einem sich verknappenden Fachkräfteangebot immer stärker über Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsstärke eines Unternehmens entscheiden.