Duales Studium Aufwärtstrend hält an

Daimler hat 2016 25.355 Jobanzeigen veröffentlicht.
Im Dualen Studium wechseln sich Theorie und Praxiseinsätze ab. So auch bei Daimler.

Eine aktuelle Auswertung der Datenbank »AusbildungPlus« des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt: Duale Studiengänge werden immer beliebter. Insgesamt sind erstmals mehr als 100.000 dual Studierende in der Datenbank des BIBB gemeldet.

»AusbildungPlus« ist ein seit 2015 vom BIBB betriebenes Fachportal mit einer Datenbank, die bundesweit über duale Studiengänge und Zusatzqualifikationen in der dualen Berufsausbildung informiert, also über Qualifizierungsangebote, die eine duale Ausbildung mit weiteren Bildungsangeboten verknüpfen.

Interessierte Jugendliche können die Datenbank nach passenden Angeboten durchsuchen. Anbieter - zum Beispiel Betriebe, (Fach-)Hochschulen oder Berufsakademien - können ihre Ausbildungs- und Studienangebote kostenlos veröffentlichen.

Derzeit sind 1.592 Duale Studiengänge von deutschen Hochschulen registriert. Auch immer mehr Betriebe bieten Ausbildungsplätze für ein duales Studium an. Insgesamt sind es aktuell rund 48.000 Kooperationsangebote. Die Zahl der Studierenden und der kooperierenden Unternehmen haben sich seit 2004 jeweils mehr als verdoppelt. Die Zahl der dualen Studiengänge hat sich seitdem - damals waren es 512 - mehr als verdreifacht.

Die Fachrichtungen des Ingenieurwesens bieten mit 600 Studiengängen die größte Zahl der angebotenen Studiengänge, gefolgt von Wirtschaftswissenschaften mit 540. Im Vergleich zum Gesamtangebot sind das 38% beziehungsweise 34 % aller zur Auswahl stehenden dualen Studienangebote.

Am stärksten nachgefragt sind die Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften mit 44.631 Studierenden, gefolgt von Ingenieurwesen mit 27.410 sowie Sozialwesen/Erziehung/Gesundheit und Pflege, in denen 10.661 Studierende erfasst sind.

Zu beobachten ist laut BIBB eine weiter zunehmende Ausdifferenzierung bei den Studienangeboten. Ein hoher Zuwachs an Angeboten ist in den vergangenen Jahren in der Wirtschafts- und Gesellschaftslehre festzustellen, gefolgt von Angeboten der öffentlichen Verwaltungen und des Polizeidienstes. Der Bereich Sozialwesen, Gesundheit und Pflege bleibt in seiner Entwicklung mit 159 Angeboten konstant. Hier wächst aber die Zahl der Studierenden. Am häufigsten werden hier Studiengänge aus der Kategorie Pflegewissenschaften angeboten. Dabei dominieren die Kombinationen mit Ausbildungsberufen in der Altenpflege und in kaufmännischen Berufen.