Online-Master Elektro- und Informationstechnik Aufstieg durch Fortbildung

Ein neuer Fernstudiengang an der Universität Duisburg-Essen am Campus Duisburg mit Namen „Online-Master EIT“ soll Studenten auf Megatrends wie Smart Grid, Smart Cities, Automobilelektronik und Industrie 4.0. vorbereiten.

Insbesondere in der Automatisierungstechnik und im Umbau der Energienetze stehen grundlegende Umbrüche bevor. Ein neuer Fernstudiengang an der Universität Duisburg-Essen am Campus Duisburg mit Namen »Online-Master EIT« soll Studenten auf Megatrends wie Smart Grid, Smart Cities, Automobilelektronik und Industrie 4.0. vorbereiten.

In Duisburg gibt es seit dem Sommersemester einen universitären Master-Fernstudiengang im Fach Elektrotechnik und Informationstechnik (EIT). Zur Freude von Industrie und Verbänden wie dem VDE, denn die FernUniversität Hagen, bisher die einzige Universität in Deutschland, die rein elektrotechnische und informationstechnische Fernstudiengänge zum Masterabschluss angeboten hat, hat das Programm trotz Protesten »aus hausinternen Gründen« auslaufen lassen.

»Trotz steigender Studierendenzahlen«, betont Schanz, »der VDE hielt die Schließung in einem Brief an den damaligen NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart für ein Signal in die falsche Richtung, denn Bachelor- und Masterabschlüsse bieten durch flexiblere Ausbildungsangebote und stärkere Öffnung des Bildungssystems Chancen, mehr Ingenieure auszubilden. Dabei spielen berufsbegleitende Studienangebote eine herausragende Rolle«.

Doch eine Lösung war dann doch schnell gefunden: Seit dem Sommersemester 2014 gibt es an der Universität Duisburg-Essen am Campus Duisburg nun das neue Fernstudienangebot mit Namen „Online-Master EIT“ mit verschiedenne Vertiefungsrichtungen von „Intelligente Energienetze“, „Digitale Kommunikationssysteme“, „Hochfrequenztechnik“ bis zu „Automation“.

Man reagiere damit auf Megatrends wie z. B. der Energiewende mit einem Smart Grid, Smart Cities, Smart Homes usw., der immer komplexeren Automobilelektronik und nicht zuletzt einer Industrie 4.0.

Dr. Michael Schanz: "In VDE-Kreisen wird häufig das Fehlen von beispielsweise Hochfrequenztechnik-Spezialisten sowie der heutige und voraussichtlich künftige Bedarf an Spezialisten digitaler Systeme betont. Die Fernstudiengänge knüpfen an die Breite eines grundständigen Elektrotechnik/Informationstechnik-Bachelorstudiums an, wobei es den Fernstudierenden sehr hilft, dass sie bereits auf Erfahrungen aus einem abgeschlossenen Studium zurückgreifen können."

Die Wahl der Vertiefungsrichtungen der Duisburger Studiengänge ist analog zu denen der FernUni Hagen aufgebaut. Somit wird ein sich ergänzendes Fächerangebot präsentiert. Die Duisburger stützen sich dabei auf Erfahrungen durch den Austausch mit Hagen und auf die etablierte Lernplattform Moodle2.

Durch eine zuvor bei Abteilungs- und Gruppenleitern in der Industrie durchgeführten Studie weiß man in Duisburg, dass sich eine solche Qualifizierung lohnt.

Im Report der Studie heißt es: »Das Aufbaustudium vermittelt den aktuellen Stand von Forschung und Entwicklung. Diese Expertise bringen die Studierenden ins Unternehmen ein, was sich für beide Seiten lohnt. Insbesondere in der Automatisierungstechnik und den Energienetzen erwarten die meisten Unternehmen in den folgenden zwei Jahren steigende fachliche Ansprüche und suchen entsprechend qualifiziertes Personal.«

Als Kontaktperson für die neuen Fernstudiengänge fungiert Professor Daniel Erni, Leiter des Fachgebietes »Allgemeine und Theoretische Elektrotechnik«. Die Besonderheiten der neuen Studiengänge liegen für ihn in der multimedialen Form der Lehre, die das Studium auch neben dem Beruf flexibel gestaltbar macht: »Studierende bekommen keine starren Lehrbriefe, das Material ist online aufbereitet und bietet vielfältige Möglichkeiten zu einem organisierten, strukturierten sowie individualisierten Selbststudium. Mit Moodle2 kann man auch auf Tablet und Co. überall jederzeit lernen und sich mit Kommilitonen vernetzen!« Er sieht die neuen Angebote außerdem als weitere Maßnahme zur Profilierung einer elektrotechnischen Lehre in Duisburg.

Durch einen gewissen Anteil an Präsenzlehre in Form von Seminaren und Kolloquien sowie der Notwendigkeit, Prüfungen vor Ort abzulegen, erhält auch die Fernlehre eine lokale Komponente. Die Zahl der Präsenztage hält sich aber in Grenzen: Innerhalb des als Teilzeitstudiengang ausgelegten Curriculums stehen pro Semester durchschnittlich vier Termine vor Ort für Prüfungen, Seminare und Kolloquien an.

Das Lehrmaterial liegt vollständig in digitaler – meist interaktiver Form – vor. Wie die meisten Fernstudiengänge ist das Angebot berufsbegleitend und in Teilzeit zu absolvieren. Nach vier Theoriesemestern steht die Masterarbeit an.

Die Studiengänge sind seit April 2014 von der ASIIN akkreditiert und der erste Jahrgang hat bereits sein Studium in den angebotenen Vertiefungsrichtungen aufgenommen. Die im Durchschnitt anfallenden Studien- und Kursgebühren betragen knapp 400 Euro pro Semester.

Die Erfahrungen und Rückmeldungen bestärken die Duisburger in ihrem Engagement, denn mittlerweile träfen täglich Anfragen von interessierten Bachelor-Absolventen ein. Interessierte können sich ab sofort für den Studieneinstieg anmelden, um im Wintersemester zum Einführungsseminar am 18. Oktober 2014 loszulegen. Kontakt: http://www.online-master-eit.de, Prof. Dr. Daniel Erni, Tel. 0203/379-4212, online-master-eit@uni-due.de.