Gründer Auf die Interaktion kommt es an

Start-ups sind Teamplayer.

»Mit nur einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen« - und auch kein Unternehmen gründen. Das meinen zumindest die befragten Jungunternehmen im aktuellen Deutschen Startup Monitor 2016. Und auch Investoren.

74,9 Prozent der befragten Gründer, also rund drei Viertel, entschieden sich dazu, ihre Geschäftsidee gemeinsam mit einem oder mehreren Geschäftspartnern zu realisieren.

»Einzelkämpfer haben es oft schwerer als Teams«, sagt Wolfram Groß, Projektleiter des Gründerwettbewerbs bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH. »Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Unternehmensgründungen von zwei oder mehr Personen deutlich erfolgversprechender sind – vor allem wenn die Zusammensetzung sehr heterogen ist. Denn wenn sich verschiedene Charaktere mit ihren individuellen Stärken einbringen und ihre Kompetenzen vereinen, kann daraus ein starkes und vielfältiges Team entstehen. Hilfreich ist es auch, wenn die Teammitglieder aus unterschiedlichen Bereichen kommen und damit unterschiedliche Schwerpunkte wie Vertrieb, Betriebswirtschaft und Technik abdecken.«

Von einem ausgeprägten Teamgeist lassen sich auch Investoren überzeugen. Eine Studie des Marktforschungsinstitut Oxford Economics, welche im Auftrag der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY durchgeführt wurde, belegt: Für 65 Prozent der befragten Investoren ist die Stärke des Gründerteams das wichtigste Entscheidungskriterium – noch vor den bereits vorhandenen Kapitalgebern (45 Prozent) und der Wahl von strategischen Partnern (41 Prozent). Bei den Teams spielen nicht nur die Lebensläufe und Hard-Skills der einzelnen Mitglieder eine wichtige Rolle, sondern vor allem deren Interaktion.

Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen, bietet der Kongress »Junge IKT 2017« am 7. Juni im Kosmos in Berlin.