Buch 157 Arbeitgeberfragen

Welche Fragen warten auf Sie im Vorstellungsgespräch?
Welche Fragen warten auf Sie im Vorstellungsgespräch?

Das Vorstellungsgespräch naht und die Nervosität steigt: Welche Fragen stellt der Arbeitgeber? Ute Blindert hat die aus ihrer Sicht 157 wichtigsten zusammengefasst. Uns sind sie manchmal ein bißchen zu allgemein, für Berufseinsteiger lohnt sich das Buch allerdings.

Die Autorin nimmt den Leser an die Hand und führt ihn durch das Gespräch bei seinem vielleicht neuen Arbeitgeber. Unterschiedliche Fragenbereiche erklärt sie in wenigen Sätzen und bietet dem Leser Antworten an, die allerdings oft auch nur Allgemeinplätze sind. Ein paar Beispiele: 

Arbeitgeber: „Sie haben ja sehr gute Noten. Wie erklären Sie sich das?“

Bewerber: „Warum denn nicht?“ Könnten Sie hier antworten. Natürlich fällt Ihre Antwort etwas ausführlicher aus. „Mit meinem Studium hatte ich endlich das Fach gewählt, das mich schon immer interessiert hat. Mir ist es einfach leicht gefallen zu lernen – und entsprechend haben sich auch meine Noten entwickelt.“ Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, dass sich mittelmäßige Schulnoten im Studium verbessern. Manche haben in der Oberstufe einen Durchhänger und beschäftigen sich mit vielem anderem, nur nicht mit Lernen.

Arbeitgeber: „Warum ist Ihre Bachelor-Note so schlecht ausgefallen?“

Bewerber: Schade, wenn eine Abschlussnote weniger gut ausgefallen ist. Bitte schieben Sie das Ergebnis nicht auf Ihre Faulheit oder fiese Professoren, sondern versuchen Sie eine gute Begründung zu liefern: „Im Durchschnitt ist meine Bachelor-Note mit 2,2 an meiner Hochschule im Fach x durchaus im mittleren Bereich.“

Arbeitgeber: „Sie haben sich zunächst für eine Konzernlaufbahn entschieden. Warum bewerben Sie sich jetzt bei einem Mittelständler?“

Bewerber: „Während des Studiums absolvierte ich zwei Praktika, das eine in einem mittelständischen Unternehmen, das andere beim Konzern xy. Das Projekt, das ich dort bearbeiten durfte, war so spannend, dass ich gleich meine Abschlussarbeit dazugeschrieben habe. Irgendwie war es dann konsequent, dass ich dort auch als Trainee eingestiegen bin…“

Arbeitgeber: „Sie betreten einen leeren Raum mit Stuhlreihen. Wohin setzen Sie sich?“

Bewerber: Am besten Sie setzen sich so, dass Sie gut hören und sehen können. Genau das würde ich antworten. Es hat keine Relevanz für Ihre Eignung.

Arbeitgeber: „Mit welchem Kassensystem arbeitete Ihr früherer Arbeitgeber?“

Bewerber: Will man Sie aushorchen? Kann sein. Aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht schon längst weiß, mit welchem Kassensystem dieser arbeitet? Hier können Sie die Frage auch Judoka-mäßig zurückgeben: „Es gibt ja nicht so viele Systeme auf dem Markt. Wir haben damals mit einem der gängigen Systeme gearbeitet. Welches setzen Sie denn ein?“

Arbeitgeber: „Wir bieten ja bereits Kaffee, Obst und eine Kantine. Da finden wir Ihren Wunsch nach mehr Gehalt nicht angemessen. Ist das auch in Ihrem Sinne?“

Bewerber: Ich finde es gut, dass Ihr Unternehmen so viel für seine Mitarbeiter macht. Allerdings möchte ich bei meiner Gehaltsvorstellung keine Abstriche machen. Ich habe noch zwei weitere Angebote vorliegen, die über Ihrem Vorschlag liegen. Ihr Unternehmen hat mich aber am meisten überzeugt. Was meinen Sie?

Zusammenfassung: Gut für Absolventen und den ersten weiteren Karriereschritt, für Professionals weniger zu empfehlen. Das Buch “Die wichtigsten 157 wichtigsten Arbeitgeberfragen im Vorstellungsgespräch” ist im Business Village Verlag erschienen, umfasst 216 Seiten.