Digitale Transformation stottert Was Mittelständler für IoT tun können

Laut der KfW hat sich der Anteil der innovativen Mittelständler in Deutschland halbiert.
Laut der KfW hat sich der Anteil der innovativen Mittelständler in Deutschland halbiert.

Der Anteil der innovativen Unternehmen im deutschen Mittelstand ist dramatisch gesunken. Doch diese Unternehmen zeigen, wie sie die Digitale Transformation nutzen.

Nach einer Studie der staatlichen Förderbank KfW hat sich seit 2004 der Anteil der innovativen Firmen von 42 auf 22 Prozent halbiert. Wer nicht rechtzeitig auf den Zug der Digitalen Transformation aufspringt, droht unter die Räder zu kommen.

Doch es gibt immer noch viele Unternehmen, die die richtigen Schlüsse ziehen und umsetzen. »Sie können sich entweder entscheiden, weiter nur die Hardware zu produzieren, und jemand anderes macht die Intelligenz und vielleicht den Profit, oder sie bringen die Intelligenz selbst in die Produkte und sind der Treiber«, sagt Michael Rauterkus, Chef des Armaturenherstellers Grohe. Sein Unternehmen will nicht mehr nur Wasserhähne und Duschen herzustellen, sondern will das Badezimmer digital aufrüsten. Sensortechnik und darauf basierend Künstliche Intelligenz sollen ins Bad Einzug halten.

Unter strenger Geheimhaltung hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren deshalb ein neuartiges Wasserschaden-Warnsystem entwickelt. Es kann nicht nur mittels Sensoren und eines eigens entwickelten Algorithmus austretendes Wasser registrieren und über eine App den Wohnungseigentümer alarmieren. Es kann auch im Schadensfall das Wasser direkt an der Hauptleitung abstellen. Auch kleinere Lecks und sogar drohende Wasserrohrbrüche soll das System erkennen.Grohe habe vor zwei Jahren begonnen, sich über den Einstieg in digitale Technologien Gedanken zu machen, erzählt Rauterkus. Dabei sei dem Unternehmen aufgefallen, dass die Technologien rund um das Smart Home, das digitalisierte Haus, zwar schon ziemlich ausgereift gewesen seien, dass aber das Thema Wasser und vor allem Wasserschäden dabei zu kurz gekommen sei. »Für Grohe hat sich damit ein Supereinstieg in die digitale Welt eröffnet«, meint Rauterkus.
Für den Manager steht fest: Es gibt keine Alternative zum Sprung ins Abenteuer Digitalisierung. »Es nicht zu tun, ist keine Option. Das ist mit Sicherheit die Einbahnstraße in ein viel größeres Problem.« Das Unternehmen habe heute einen »Ideenhorizont für sechs bis acht Jahre.«