Synapticon Vernetzte Systeme durchgängig entwickeln

Nikolai Ensslen, Synapticon: »Jeder spricht von Industrie 4.0, Vernetzung und intelligenter Robotik, aber faktisch bewegen wir uns noch in einer Welt voller Insellösungen, durch die viele Prozesse unnötig verkompliziert werden.«
Nikolai Ensslen, Synapticon: »Jeder spricht von Industrie 4.0, Vernetzung und intelligenter Robotik, aber faktisch bewegen wir uns noch in einer Welt voller Insellösungen, durch die viele Prozesse unnötig verkompliziert werden.«

Mit drei neuen Antriebsmodulen für kollaborative Roboter, für die Elektromobilität und für Kleinstroboter baut Synapticon die durchgängige SOMANET-Plattform für die Entwicklung von Robotersystemen aus.

Der springende Punkt dabei: Auf Basis dieser Plattform lassen sich über heutige Grenzen hinweg Robotersysteme nahtlos aufbauen – von Prototypen bis zu Serienprodukten.  So können sich die Hersteller von Endprodukten auf ihre Kernkompetenzen und die jeweilige Zielanwendung konzentrieren.

»Jeder spricht von Industrie 4.0, Vernetzung und intelligenter Robotik, aber faktisch bewegen wir uns noch in einer Welt voller Insellösungen, durch die viele Prozesse unnötig verkompliziert werden«, sagt Nikolai Ensslen, Gründer und Geschäftsführer der Synapticon.

Genau dieses Problem zu lösen, das hat sich Synapticon vorgenommen. Wie dies geht, zeigt das Unternehmen in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Hannover Messe und demonstriert am ETG-Gemeinschaftsstand (D18, Halle 9) seine Hard- und Software für die effiziente Entwicklung und Produktion von robotischen Systemen wie Industrierobotern und mobilen Servicerobotern.

Ganz neu sind drei Antriebsmodule der Typen  SOMANET IFM Drive DC100/DC1000/DC5000, die für die Ansteuerung von BLDC-, PMSM, und DC-Motoren ausgelegt sind. Sie können für Positions-, Geschwindigkeits- und Drehmomentregelung eingesetzt werden. Der IFM DC 100 ist für 120-W-Service-Motoren ausgelegt (12-24 V DC, 5A), der DC100 für 1-kW-Motoren (12-48 V, 20 A) und der DC5000 für 5-kW-Typen (12-48 V, 20 A).

Das SOMANET IFM Drive DC1000 eignet sich insbesondere für den Einsatz als Antriebsmodul in den Armen kollaborativer Roboter und in der Kleinrobotik. Es ist vierphasig und kann somit neben dem Motor auch Bremsen ansteuern. Das kompakte Modul unterstützt bis zu drei Feedback-Systeme für Position und Drehmoment und arbeitet im Niederspannungsbereich bis 48 V. Das DC1000 ist kompatibel mit PMSM-, BLDC- und DC-Bürstenmotoren. Synapticons modellprädiktive Vektorregelung steuert Motoren über diese Leistungselektronik besonders hochauflösend und effizient.

Einen anderen Fokus hat das DC5000: Dieses SOMANET-Modul wird aktuell vor allem im Bereich der Elektromobilität eingesetzt, wo Leistungen bis 5000 W abgerufen werden. Das DC100 hingegen eignet sich speziell für Kleinstantriebslösungen.

Die SOMANET-Module sind zentraler Bestandteil des Portfolios von Synapticon. Dabei handelt es sich um Hardware- und Softwarebausteine, mit denen Steuerungs- und Regelungssysteme für Robotersysteme realisiert werden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf leistungsfähiger und zugleich kostengünstiger Motor- und Motion-Control, sowie dem komfortablen Abrufen und der integrierten Verarbeitung von Sensordaten.

Ein SOMANET-Stack lässt sich individuell konfigurieren und besteht stets aus drei Modulen: einem Motor-Controller, der aus unterschiedlichen Leistungsklassen gewählt werden kann, ein Prozessor sowie  einer Kommunikationsschnittstelle für die gängigen industriellen Echtzeit-Protokolle.