Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung »Unsere Denkwelt muss sich ändern!«

Von links nach rechts: Katja-Schlendorf-Elsäßer, Alfred Gaffal, Bertram Brossardt, Prof_Wolfgang_A_Herrmann
Nicht nur die technische Umstellung wird gewaltig: Vertreter des vbw und des Zukunftsrats der Bawerischen Wirtschaft sind überzeugt, dss sich die gesmgte Einstellung der Menschen im Zuge der digitalen Transformation ändern müsse. Von links nach rechts: Katja-Schlendorf-Elsäßer, Alfred Gaffal, Bertram Brossardt und Prof.Wolfgang A.Herrmann

Die digitale Transformation ist mehr als eine rein technische Evolution. Prof. Wolfgang A. Herrmann erklärt, welche Auswirkungen sie auf die Wirtschaft, die Organisation und nicht zuletzt das Bildungssystem nehmen wird.

»Verändern wird sich unsere ganze Denkwelt«, sagt Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München. Denn wie kommt das Neue in die Welt – unter den Bedingungen, die die digitale Transformation setzt? Interdisziplinäres Denken, die Fähigkeit zu Wissensvernetzung – das muss die Königsdisziplin werden. Dass die grundlegenden Technologien – von den elektronischen Bauelementen, den Chips, bis zur Datenkommunikation und Datenverarbeitung zur Verfügung stehen, ist dafür nur die Grundvoraussetzung.

Genauso müsse die Infrastruktur geschaffen werden, die die Voraussetzung dafür ist, das sich unterschiedliche Disziplinen und Branchen miteinander vernetzen können. Das ist aber nur die Pflicht.

Entscheidende Bedeutung für den künftigen Erfolg kommt aber der Kür zu: Die Digitalisierung für alle zu gestalten und dafür zu sorgen, dass möglichst viele Menschen an der Wertschöpfung teilhaben können, dass möglichst viele von der Digitalisierung profitieren, wie Prof. Wolfgang A. Herrmann auf der Pressekonferenz erklärte, auf der der vbw seine Studie »Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung« vorstellte. Damit will der vbw den Unternehmen aber auch  der Politik und der Wissenschaft konkrete Handlungsempfehlungen geben.
 
Im Begriff Infrastruktur klingt es bereits an: Der Staat wird an der Entwicklung nicht unbeteiligt sein und wenn der Verband der Bayerischen Wirtschaft (vbw) seine aktuelle Studie »Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung« vorstellt, spielt Bayern selbstverständlich eine Rolle. Denn in dieser Studie fasst der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft seine Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft zusammen. Im Zukunftsrat sitzen Vertreter aus der bayerischen Politik, der Wirtschaft sowie der Wissenschaft und Technik. Einer der Vorsitzenden ist Prof. Wolfgang A. Herrmann, der sich darüber freut, dass der Zukunftsrat, der auf Initiative des vbw mit durchaus hohem Aufwand entstanden ist, nicht ohne Einfluss auf die bayerische Staatsregierung geblieben ist.

Die Staatsregierung habe wiederum dazu beigetragen, dass München der IT-Standort Nr. 1 in der Bundesrepublik ist und auch den Vergleich mit der Hauptstadt Deutschlands nicht scheuen müsse, so Prof. Herrmann. Doch nicht nur die Industrie im Raum München sei bärenstark, auch in der Fläche auf dem Lande, wo die Firmen besonders auf die Digitalisierung angewiesen sind, sei die Wissenschaft und die Wirtschaft stark: »Das digitale Bayern ist Realität, die bayerische Regierung hat viel Geld investiert.«

Der vbw und der Zukunftsrat setzen dafür die Prioritäten. Denn es komme nicht nur darauf an, Geld einfach auszugeben, sondern es richtig auszugeben. »Dazu haben uns zum Impulsgeber entwickelt«, sagt Alfred Gaffal, Präsident des vbw und zusammen mit Prof. Wolfgang A. Herrmann A. Vorsitzender des Zukunftsrats.