Vernetzung vom Acker bis zum Stall Smart Farming als Vorbild für Industrie 4.0

Was haben Ackerbau und Industrie 4.0 gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, im Detail betrachtet eine ganze Menge. Ein Praxisbeispiel des Landmaschinenherstellers Claas und Partnern zeigt warum.

Landmaschinen werden verstärkt mit intelligenten Technologien ausgerüstet, um untereinander zu kommunizieren und Arbeitsprozesse automatisch abstimmen zu können.

»Damit verbessert sich die Produktivität und Effizienz im gesamten Produktionsprozess«, betont Thomas Böck, in der Konzernleitung des Landtechnikherstellers Claas verantwortlich für Technologie und Systeme. Die daraus resultierenden Anforderungen an Elektroniksysteme und die zugehörigen Informations- und Kommunikationstechnologien sind für Claas ein entscheidendes Zukunftsthema. »Wir wollen die Entwicklung mitgestalten und schaffen jetzt innerhalb der Unternehmensgruppe die bestmöglichen Strukturen für die Entwicklung von Elektrik, Elektronik und Software«, so Böck. Mehr als 150 Mitarbeiter entwickeln seit Anfang Oktober letzten Jahres in der CLAAS E-Systems Steuergeräte, Elektronik-Architekturen, Terminals, Kamera-Systeme, automatische Systeme zur Lenkung per Satellitensignal und viele andere Lösungen für eine zunehmend digital vernetzte Landwirtschaft.

Bereits 1998 akquirierte Claas eine der führenden Agrarsoftware-Firmen und integrierte sie in die Gruppe. Seitdem ist am Standort Gütersloh unter dem Markennamen EASY ein Angebot an effizienzsteigernden Technologien entstanden. Claas avancierte zu einem der führenden Anbieter von Lösungen für das »Precision Farming« und gewann für seine Innovationen zahlreiche Preise. Aktuell erhielt die CLAAS E-Systems eine Auszeichnung für ein Entwicklungsprojekt, das sich mit Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) beschäftigt. Der Mähdrescher bestellt dabei über das LTE-Netz der Deutschen Telekom je nach Füllstand automatisch den Traktor mit Überladewagen. Claas darf sich jetzt als „ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ bezeichnen.