Lenovo Server und Supercomputer statt PCs

Der Supercomputer MareNostrum 4, den Lenovo an das Barcelona-Supercomputing-Center  ausgeliefert hat, erreicht 13,7 Petaflops/s, verfügt über einen Speicher von 390 TByte und steht in einer ehemaligen Kirche aus dem 19. Jahrhundert. 3.400 Server sind über Kabel mit einer Länge von 48 km verbunden.
Der Supercomputer MareNostrum 4, den Lenovo an das Barcelona-Supercomputing-Center ausgeliefert hat, erreicht 13,7 Petaflops/s, verfügt über einen Speicher von 390 TByte und steht in einer ehemaligen Kirche aus dem 19. Jahrhundert. 3.400 Server sind über Kabel mit einer Länge von 48 km verbunden.

Supercomputer und Datacenter locken – PCs sind out. Das sagt niemand geringeres als der CEO von Lenovo, der Nummer 1 unter den PC-Herstellern.

Das Handelsblatt zitiert Yang Yuanqing, CEO von Lenovo mit den Worten, dass ihn nicht interessiere, ob Lenovo die Nummer 1 oder 2 im klassischen PC-Markt sei: »Das hat keine Zukunft, wir müssen die Nummer 1 in neuen Märkten werden.« Dies seien Datencenter, mobiles Internet und Supercomputer.

Nachdem Lenovo das Server-Geschäft für Datencenter vor drei Jahren von IBM gekauft hatte, will das Unternehmen jetzt aggressiv mit den Marktführern Hewlett Packard Enterprises, Dell und Cisco in Wettbewerb treten. Sie sollen in einigen Jahren den jetzigen Umsatzbringer, die Laptops, ersetzen, deren Markt unwiederbringlich dahin schrumpft. Geräte für Virtual Reality und Artificial Reality würden dagegen stürmisch wachsen.

»Wir wollen zum größten Hersteller von Supercomputern der Welt aufsteigen«, sagte Kirk Skaugen, President der Data Center Group von Lenovo, anlässlich der Auslieferung des MareNostrum-4-Supercomputers auf Basis von x86-Prozessoren von Intel (Xeon) an das Barcelona Supercomputing Center. Laut Handelsblatt ist Lenovo auch überzeugt, dass der Sektor Mobile im zweiten Halbjahr 2017 profitabel arbeiten werde. Dies habe jedenfalls Yang Yuanqing auf Nachfrage bestätigt.

Jetzt kommt es darauf an, wie schnell die neuen Märkte tatsächlich wachsen und in wie weit Lenovo damit das schrumpfende Geschäft mit den traditionellen PCs und Laptops kompensieren kann.