»Smart Factory Starter Kit« von Forcam Schnelle Wege zur digitalen Produktion

Franz Gruber, Forcam: »Internet und Industrie sind nicht mehr getrennt denkbar.«
Franz Gruber, Forcam: »Internet und Industrie sind nicht mehr getrennt denkbar.«

Industrie und Internet werden bald unzertrennlich sein. Fertigende Unternehmen brauchen daher schnell konkrete Handlungsoptionen für den Einstieg in die digitale Produktion. Die Smart Factory lässt sich in wenigen Tagen starten.

Industrie und Internet haben geheiratet. Am treffendsten beschreibt diese Hochzeit zwischen Fabrikhalle und Web der Begriff Industrial Internet in den USA, dem Partnerland der diesjährigen Hannover Messe. Industrial Internet beschreibt in Nordamerika das, was wir in Deutschland Industrie 4.0 nennen: die vierte industrielle Revolution durch Digitalisierung. Auch die Leitthemen der diesjährigen CeBIT (»d!conomy«) und Hannover Messe (»Integrated Industry - Discover Solutions«) lassen keinen Zweifel offen: Internet und Industrie sind nicht mehr getrennt denkbar. Umso begrüßenswerter ist es, dass die beiden Träger-Initiativen - das Industrial Internet Consortium in den USA und die deutsche Plattform Industrie 4.0 - eine Kooperation beschlossen haben.

Die Beiträge, Foren und Kongresse zur Industrie 4.0 sind zahlreich geworden. In Deutschland ist die Digitalisierung mittlerweile Chefsache in Ministerien von Bund und Ländern, in Verbänden und Kammern, in Initiativen und Regionalkonferenzen. Doch die Kernzielgruppe Fertigungsindustrie hat hierzulande laut Umfragen noch großen Nachholbedarf: Nur eine Minderheit von 15 Prozent der mittelständischen Fertigungsfirmen hat die Produktion schon digital zur Smart Factory aufgerüstet (TNS Infratest / Commerzbank). Damit drohen viele Unternehmen, in eine Zeitfalle zu tappen. Die Geschwindigkeit der digitalen Transformation macht Schnelligkeit zum alles entscheidenden Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen, die mit der Digitalisierung zögern, werden verlieren.

Selbst wenn ein Unternehmen heute erfolgreich analog fertigt und glaubt, eine höhere Produktivität von 20, 30 Prozent nicht zu benötigen, ändert sich sein Umfeld rasant. Ex-Cisco-Chef John Chambers prophezeite in der Süddeutschen Zeitung: »40 Prozent unserer Kunden wird es in zehn Jahren nicht mehr geben.« Die Digitalisierung dürfe nicht mehr linear, sondern müsse exponentiell als steile Kurve nach oben gesehen werden.