Kommentar Personen machen Geschichte

Heinz Arnold, Chefredakteur, HArnold@markt-technik.de

Vor 500 Jahren nutzte Luther eine neue Technik, die der Reformation zum Durchbruch verhalf - eine Umwälzung. Welche Manager treiben heute die Elektronik voran, ohne die IoT und Industrie 4.0 - ebenfalls Umwälzungen - nicht möglich wären?

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was einzelne Personen in der Geschichte bewegen können. Ob zum Guten oder zum Schlechten, darüber lässt sich oft trefflich streiten.

Da möchte ich den Blick gar nicht um Tausende Jahre zurückwerfen, um Alexander oder Caesar zu verklären. Auch die jüngste Geschichte will ich hier gerne umgehen, denn in diesem Jahr bietet sich eine Person an, deren Beitrag sein fünfhundertjähriges Jubiläum feiert: Mit dem Anschlag seiner Thesen leitete Luther die Reformation ein.

Dass sie bis heute eine so mächtige Wirkung entfalten konnten, liegt nicht nur am umfangreichen Wissen und Mut Luthers. Auch nicht allein an seiner weithin gerühmten kraftvollen Sprache. Ihre Wirkung konnte sie vor allem wegen des Fortschritts der Technik entfalten.

Denn erst über den Buchdruck ließen sich Bücher in damals schwindelerregend hohen Auflagen drucken und Flugschriften unters Volk bringen. In den Städten schossen Unternehmen und neue Geschäftsmodelle aus dem Boden, um sich am Boom zu beteiligen und wirtschaftlich davon zu profitieren. Erst mit dieser Erfindung ließen sich Gedanken verbreiten und unters Volk bringen, erst dadurch beschleunigte sich der Austausch unter den Gelehrten, den Reformatoren und den Humanisten der Renaissance. Erst hier fand Luther das Medium, über das er seine kraftvolle Sprache zu seinem Vorteil einsetzen konnte.

Deshalb lässt sich die Technik des Buchdrucks durchaus mit dem Internet vergleichen: Es führte zu einem enormen Kommunikationsanstieg und trieb so nicht nur die Ausbreitung politischer, religiöser und philosophischer Ideen voran, sondern gab auch der Wissenschaft und Technik einen ganz neuen Antrieb. Nebenbei beflügelte er das Unternehmertum und führte zu neuen Berufen. Allerdings: Nicht alles, was sich niederschreiben ließ, musste deshalb wertvoll sein. Anonyme Schriften waren mit Vorsicht zu genießen, und Plagiate gab es in Hülle und Fülle. Das dürfte uns allen nicht neu sein.

Denn auch heute befinden wir uns in einer Phase des Umbruchs: Die zunehmende Vernetzung – bekannt unter den Schlagworten Digital Transformation, IoT und Industrie 4.0 – führt in unserer Zeit zur Beschleunigung des Wissensaustauschs und dazu, dass neue Unternehmen und Geschäftsmodelle entstehen. Auch hier gibt es sicherlich nicht nur positive Aspekte, aber darum soll es hier nicht gehen, sondern um die Technik, insbesondere um die Elektronik, die für den Aufbau all der neuen Vernetzungskünste eine fundamentale Rolle spielt. Die Ingenieure sind maßgeblich am Aufbau der Infrastruktur beteiligt, so dass sich all die schönen neuen Schlagworte erst über ihre Werke mit Leben füllen lassen.

Deshalb gibt Ihnen die Markt&Technik die Möglichkeit, in ganz unterschiedlichen Kategorien Personen auszuwählen, die aus Ihrer Sicht als Repräsentanten der Unternehmen Wesentliches für die Elektronik geleistet haben. Weil eben die Fähigkeit, Ideen wahrzunehmen und schnell in Produkte und geschäftlichen Erfolg umzusetzen, immer eng mit Personen verbunden ist.

Beteiligen Sie sich also schnell an der Wahl zum „Manager des Jahres 2017“! Wählen Sie in den verschiedenen Kategorien ihre Favoriten unter www.markt-technik.de/mdj2017!

Bis zum 14. März haben Sie noch Zeit. Die Sieger stellen wir im Rahmen unseres feierlichen Spitzentreffens 2017 und ausführlich in der Markt&Technik sowie online vor. Denn die Markt&Technik gibt der Elektronikbranche ein Gesicht!