DLR-Ableger für "Big Data" Neus Institut in Jena erforscht die digitale Datenflut

Mit der Datenflut, die die zunehmend digitale Gesellschaft erzeugt, beschäftigt sich ein neues Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Jena.

Mit dem neuen Institut für Datenwissenschaften widmet sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Zukunft verstärkt den Herausforderungen, die die Digitalisierung und die Industrie 4.0 mit sich bringt.

Das Institut für Datenwissenschaften werde jährlich mit 7,8 Millionen Euro finanziert. 90 Prozent steuere der Bund bei, 10 Prozent das Land Thüringen, wurde am Dienstag bei der offiziellen Eröffnung mitgeteilt.

Das Institut werde vor allem Methoden zum Management, zur Verarbeitung und Analyse von großen Datenmengen untersuchen, erklärte die DLR-Vorstandsvorsitzende Pascale Ehrenfreund: “Es wird als Zentrum des Wissens und der Expertise für Data Science mit allen DLR-Instituten sowie Partnern aus Industrie und Forschung in Verbindung stehen."

 

Die intelligente Nutzung von Daten biete Chancen für neue wissenschaftliche Erkenntnisse, aber auch Geschäftsmodelle, betonte Thüringens Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Er sieht in der Ansiedlung des Instituts in der Industrie- und Universitätsstadt eine weitere Stärkung Thüringens als Forschungsstandort. In der Aufbauphase des Instituts stelle das Land zusätzlich Investitionsmittel von drei Millionen Euro zur Verfügung, so der Minister. Gerechnet werde zunächst mit etwa 65 Arbeitsplätzen für Spezialisten.

Das DLR gilt als größte ingenieurwissenschaftliche Forschungseinrichtung der Luft- und Raumfahrt in Europa.