Infoteam Software Neue Software macht Werkstücke intelligent

Intelligente Werkstücke, die der Maschine mitteilen, wie sie bearbeitet werden sollen - ja, richtig, sie bilden eine Voraussetzung für Industrie 4.0. Doch wie werden die Seifenflasche und das Kugellager intelligent? Infoteam Software will auf der SPS IPC Drives eine Antwort präsentieren: das »iAgent Toolkit«.

»Industrie 4.0, das ist der Paradigmenwechsel in der Fertigung: weg von der zentralen Steuerung, hin zur dezentralen Intelligenz«, erläutert Andreas Turk, Business Segment Leiter Automation bei Infoteam. »Aus der Fertigungs- und Wertschöpfungskette wird das Fertigungs- und Wertschöpfungsnetz. Sogar das Werkstück wird intelligent: Es hat Kenntnis über sich selbst, weiß beispielsweise, was es werden soll und wie es gefertigt werden kann.« Die Realisierung von Industrie 4.0 ist eng verknüpft mit dem Begriff der Cyber-Physical Systems (CPS): »CPS umfassen intelligente Komponenten, das sind Industriesteuerungen, Sensoren und Aktoren, und ihre Kommunikations-Infrastruktur wie Feldbus, Intranet oder Internet«, führt Turk aus.

Hier ergibt sich jedoch eine Lücke im Konzept: »Das intelligente Werkstück kann nur dann intelligent sein, wenn es als intelligente Komponente im CPS auftritt«, führt Turk aus. »Die Seifenflasche oder das Kugellager können nicht rechnen und kommunizieren. Mit 'iAgent‘ löst Infoteam das Problem: Unter diesem Namen bietet das Unternehmen erstmals eine leistungsfähige Software-Lösung für die Einbindung nicht intelligenter Werkstücke und Komponenten in ein dezentrales, intelligentes Fertigungsnetz.«

Infoteam setzt auf verteilte Software-Agenten, um Werkstücke zu repräsentieren - »eine seit mehr als 15 Jahren bewährte Programmiermethodik«, wie Turk betont. Jedes Werkstück ist per RFID- oder QR-Tag gekennzeichnet und damit eindeutig identifizierbar. So lässt es sich seinem Software-Agenten zuordnen, der dessen Zustände und Ziele stellvertretend verwaltet und die Kommunikation mit anderen Komponenten bzw. deren Repräsentanten übernimmt.

»Das 'iAgent Toolkit‘ ist ein Software-Framework, das den Aufbau eines kundenspezifischen Systems schnell und einfach macht«, verdeutlicht Turk. »Änderungen am System erfolgen durch die Änderung der Ziele der Komponenten im CPS. Das ist eine problemorientierte, abstrakte und wenig aufwändige Lösung. Und es funktioniert: Wir stellen das Konzept 'iAgent‘ auf der SPS IPC Drives mit einem voll funktionsfähigen Modellaufbau vor. Messebesucher können Industrie 4.0 so selbst ausprobieren.« Wer sich genauer informieren möchte, bekommt am Infoteam-Stand einen Beratungsgutschein für ein individuelles Technologie-Consulting bei dem Unternehmen.
Infoteam bindet auch den Menschen als Bediener aktiv in das CPS ein, zum Beispiel per Rezepteditor auf einem mobilen Endgerät wie etwa einem Smartphone oder Tablet.

SPS IPC Drives: Halle 11, Stand 428