Neuer Einsatz für Watson Künstliche Intelligenz prüft Qualität von Werkstücken

Der kognitive Assistent Watson von IBM entdeckt mittels hochauflösender Kameras kleinste Kratzer oder nadelstichgroße Beschädigungen an Werkstücken.

Das spart – laut Auskunft von IBM – bis zu 80 Prozent Zeit bei der Qualitätskontrolle ein und verspricht Herstellern höhere Erträge durch weitgehende Automatisierung.  Damit kann Watson den Werker nicht nur bei seinen Aufgaben unterstützen, wie ein Use Case bei John Deere im vergangenen Jahr zeigte, sondern die produzierte Qualität auch prüfen. 

„Wir wollen die vierte industrielle Revolution weiter vorantreiben, indem wir künstliche Intelligenz in die Fabrikhallen bringen“, sagt Harriet Green, General Manager, IBM Watson IoT, Cognitive Engagement and Education. „Mit der Watson-Lösung Cognitive Visual Inspection werden Effizienz, Flexibilität und exzellente Qualität in der Produktion zum Kinderspiel. Die Argusaugen unserer intelligenten Lösung für die Qualitätskontrolle entdecken auch kleinste Defekte und sparen so Zeit und Geld.“
IBM Cognitive Visual Inspection (CVI) macht über Ultra-High-Definition-Kameras Videoaufnahmen von den Werkstücken, die sich durch die Fabrik bewegen. Zusammen mit Inspektoren aus Fleisch und Blut lassen sich so Abweichungen einfach feststellen – ob winzige Kratzer oder nur nadelstichgroße Beschädigungen. Die intelligente CVI-Lösung lernt dabei ständig dazu, basierend auf der Klassifikation der gefundenen Qualitätsmängel durch die sie bedienenden Mitarbeiter. So verbessert CVI kontinuierlich die Erkennungsleistung und die Produktqualität.
Materialprüfung fordert von Prüfern hohe Konzentration und viel Erfahrung. Die künstliche Intelligenz Watson, die in CVI steckt, entlastet diese Mitarbeiter und hilft ihnen, Fehler schneller zu erkennen und zu klassifizieren sowie damit die Effizienz in der Produktion deutlich zu steigern. Tests ergaben, dass bei einem acht Tage dauernden Produktionszyklus bis zu 80 Prozent der ursprünglich für die Prüfung veranschlagten Zeit eingespart werden konnte.

 In den globalen Hauptsitz für den Geschäftsbereich Watson IoT (Internet of Things) in München hat IBM rund 200 Millionen US-Dollar investiert. Ziel ist es, die technischen und wirtschaftlichen Potenziale für das Internet der Dinge weiter auszuloten. Insgesamt arbeiten in München rund 1.000 Experten von IBM gemeinsam mit Partnern und Kunden zusammen. Dazu gehören unter anderen die Beratungsunternehmen Capgemini und Tech Mahindra, die europäische Technologieinitiative EEBus, BNP Paribas und Avnet.