Kyocera und Sigfox Intelligentes Parken und feine Pizzen

Münzparkplätze in Tokyo nutzen Sensoren von OPTEX, die ihre Daten direkt an den Cloud-Server schicken, der feststellt, ob der Parkplatz belegt oder frei ist.
Münzparkplätze in Tokyo nutzen Sensoren von OPTEX, die ihre Daten direkt an den Cloud-Server schicken, der feststellt, ob der Parkplatz belegt oder frei ist.

Kyocera Communication Systems baut in Japan IoT-Netze auf Basis von Sigfox auf - und erwartet hohe Umsätze.

Mit 85 Mio. Euro Umsatz im Sektor kostengünstiger IoT-Services rechnet Kyocera Communication Systems (KCCS) für das Jahr 2021. Zunächst bietet das Unternehmen über die Partnerschaft mit Sigfox Dienste in den Großstädten Tokyo, Kawasaki, Yokohama und Osaka an. Bis Frühjahr 2018 werden die 36 größten Städte des Landes angeschlossen sein, der Rest des Landes wird bis zum Jahr 2020 folgen. Immerhin bildet Japan weltweit laut Machina Research den drittgrößten IoT-Markt nach den USA und China.

Allerdings sind einige Herausforderungen zu überwinden, um die optimistischen Schätzungen vieler Analysten über das Wachstum des IoT-Marktes Realität werden zu lassen. Eine dieser Herausforderungen besteht darin, geringe Datenmengen – wie sie etwa viele Sensoren liefern – kostengünstig zu übertragen, eine andere darin, in Gebieten ohne direkten Zugang zur Elektrizität Sensoren zu betreiben. Laut KCCS seien deshalb vielen Unternehmen in Japan davor zurückgeschreckt, sich in den IoT-Markt  vorzuwagen.

Mit dem Low-Power-Wide-Area-Netzwerk (LPWAN) von Sigfox sei es KCCS, einer Tochter der Kyocera Cooperation, nun gelungen, diese Hindernisse zu umschiffen. Die wesentlichen Vorteile: niedrige Kosten und längere Batterie-Lebensdauer.

Mit nicht weniger als 70 Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen ist KCCS inzwischen eine Partnerschaft eingegangen, um IoT-Services und -Applikationen in Japan anzubieten.