EBV setzt auf „Smart Grid“ Intelligente Systeme für das smarte Energienetz

Unternehmen, die Lösungen für das Smart Grid entwickeln brauchen einen Partner, der sie mit elektronischen Komponenten beliefert und schon ab der initialen Projektphase unterstützt. Diesen Support bietet EBV mit einem dedizierten Team.

Mit seinem vertikalen Marktsegment „Smart Grid“ adressiert EBV Elektronik gezielt diesen Wachstumsmarkt. Der Elektronik-Distributor hat das Segment in die vier Kernbereiche unterteilt: Energieerzeugung, Energieübertragung und -verteilung, Leistungsumsetzung sowie Messen und Handeln von Energie Er fokussiert sich auf Smart Meter, Energiespeicher, regelbare Transformatoren, Erzeuger für erneuerbare Energien, Lade-Infrastrukturen für Elektrofahrzeuge sowie zuverlässige, sichere Kommunikationslösungen für das Smart Grid.

Bereits ab der Initialphase neuer Produkte unterstützt EBV seine Kunden mit fundiertem Know-how, Entwicklungsmodulen und bewährten Systemlösungen. Für die Produktion liefert er zuverlässig genau passende Komponenten wie Sensoren, bewährte Konnektivitätsmodule, stromsparende Mikrocontroller und Embedded-Prozessoren. »Darüber hinaus bringen wir als Inkubator bei Bedarf die richtigen Partner zusammen, damit Kunden schnell Applikationen für das Smart Grid entwickeln und erfolgreich vermarkten können«, unterstreicht Karl Lehnhoff, Director Vertical Segment Smart Grid von EBV.

Virtuelle Kraftwerke und Strom-Flatrate
 
Kernfunktionalität der Smart Grids ist die Konnektivität. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, Anlagen, Systeme und Endgeräte standortunabhängig über das Internet zu vernetzen. Wenn die beteiligten Systeme und Komponenten schnell und sicher kommunizieren können, lassen sie sich beispielsweise zu virtuellen Kraftwerken zusammenschließen und bedarfsgerecht steuern. Auf dieser Basis entstehen neue Dienstleistungen, die wiederum Grundlage neuer Geschäftsmodelle sein können.

»Der Trend zu einer mehr dezentral und ressourcenschonender ausgerichteten Energieerzeugung und -versorgung und das intelligente, energieeffiziente Nutzen der Energie verlangen jedoch ein teilweise radikales Umdenken bei den beteiligten Unternehmen«, erklärt Karl Lehnhoff. Beispiel SonnenFlat: Die Strom-Flatrate des Allgäuer Energiesystemherstellers Sonnen GmbH basiert auf einem Community-Ansatz: Mitglieder investieren in Photovoltaik-(PV-)Anlagen und Heimspeicher. Ihre Batterien werden digital miteinander vernetzt. Der so entstandene virtuelle Speicher kann Energie aus dem Stromnetz aufnehmen und später wieder abgeben. Er stellt also Primärregelenergie bereit, die hilft, Bedarfsschwankungen auszugleichen und das Netz zu stabilisieren. Durch das Vermarkten der Primärregelenergie nimmt der Anbieter Geld ein, das in die Refinanzierung der Strom-Flatrate fließt. Das Modell sieht vor, dass die Mitglieder etwa 75 Prozent ihres Strombedarfs selbst decken. Den Rest liefert der Anbieter kostenlos zu.

»Dieses Beispiel verdeutlicht den Trend zu einer stärker dezentral ausgerichteten Energieversorgung. Das Spektrum reicht dabei von der Stromerzeugung mit Wind- oder Solaranlagen und Kraft-Wärme- bzw. Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung über den Zusammenschluss dezentraler Erzeuger zu virtuellen Kraftwerken bis hin zur Direktvermarktung erneuerbarer Energien«, so Lehnhoff.

Elektromobilität - neue Ladeinfrastrukturen gefragt
 
Auch das Transportwesen ist von einer zunehmenden Digitalisierung und Elektrifizierung geprägt. Das wirkt sich nicht nur auf den Individualverkehr aus, sondern auch auf den öffentlichen Personen- und Güterverkehr, sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene. Fahrzeuge werden mit Hightech-Sensoren sowie Modulen zur Datenverarbeitung und zur Kommunikation ausgerüstet, die einerseits eine bessere Flottensteuerung ermöglichen, andererseits die Wartung optimieren helfen. Somit werden auch sie Teil des IoT. Betreiber von Ladestationen, etwa Raststätten, sollten sich nach Ansicht von Lehnhoff daher bereits heute Gedanken darüber machen, wie sie den enormen Bedarf an elektrischer Energie in Zukunft decken wollen: »Das vorhandene Stromversorgungsnetz ist dafür nicht ausgelegt. Denkbar ist eine Kombination aus herkömmlichem Stromanschluss und regenerativen Energiequellen wie WKA und PV-Anlagen, die mit einem großen Pufferspeicher zusammenarbeiten und die großen Energiemengen lokal bereitstellen. Durch eine digitale Vernetzung der Komponenten als Teil eines Smart Grids ließe sich der Betrieb optimieren«.