EBV Industrie-4.0-Starthilfe für KMUs

Der Kickroboter lässt sich bereits als Vorläufer eines Industrie 4.0-fähigen Systems bezeichnen.

Im industriellen Mittelstand ist das Thema Industrie 4.0 aufgrund seiner vielschichtigen technischen Facetten noch nicht auf breiter Front angekommen. Wer auf dem Weg ins neue Industriezeitalter Unterstützung sucht, ist bei den Experten von EBV Elektronik genau richtig.

Erich Brockard, Director Application Central Europe von EBV, und seine Kollegen werden immer häufiger mit dem Thema »Industrie 4.0« konfrontiert: »Für unsere Kunden ist das ein heißes Thema – vor allem für die traditionell mittelständisch geprägte Automatisierungsindustrie in Zentraleuropa«. Der Schwerpunkt des Interesses liegt derzeit lokal betrachtet in Deutschland. Im Unterschied zu anderen Regionen ist das Thema hierzulande regierungsgetrieben, und wichtige Key Player sind bereits aufgesprungen. Schon alleine deshalb erfährt die Industrie 4.0 in Deutschland (noch) eine höhere Aufmerksamkeit als in anderen Ländern.

Aber auch in Deutschland ist Industrie 4.0 für viele KMUs noch ein relativ abstrakter Begriff. »Industrie 4.0 lässt sich nicht über Nacht umsetzen. Es wird wohl erst mal viele Insellösungen geben, die sukzessive zusammenwachsen. Dabei wird es sicher auch immer wieder größere Evolutionsschritte oder Triggerpunkte geben, wenn einem Unternehmen ein genialer Entwicklungsschritt gelungen ist. Die Clusterbildung, die wir heute zum Thema schon an vielen Orten vorfinden, kann dabei helfen«, so Brockard.

Der EBV-Experte rechnet mit einem Selbstläufer-Effekt und zieht dabei den Vergleich zur steilen Erfolgskurve der Tablet-PCs: »Anfangs haben viele gedacht, ein iPad sei einfach nur ein Gadget. Mittlerweile hat es sogar in der Industrie Einzug gehalten.« Nach den Worten von Brockard ist der Kernansatz der Industrie 4.0 - Losgröße 1 flexibel zu fertigen – für Deutschland und Mitteleuropa jedenfalls die richtige Antwort auf den globalen Wettbewerb.


Viele Teildisziplinen müssen ineinander greifen

Ein Knackpunkt und Hemmschuh ist derzeit aber noch die hohe Diversifizierung der Industrie 4.0, die das Thema technisch sehr komplex und vielschichtig macht. Industrie 4.0 bezeichnet bekanntlich nicht DIE eine Technologie, sondern eine strategische Ausrichtung. – Und die muss jedes Unternehmen für sich individuell adaptieren und technisch mit Leben füllen. Das ist besonders für KMUs mit wenig Forschungsbudget und -ressourcen gar nicht so einfach. Sie brauchen Best-of-Breed-Produkte aus unterschiedlichen Teildisziplinen wie etwa Kommunikationstechnik, RFID, Mikrocontroller und Prozessoren, Sensorik und HMI. Spezielle Industrie-4.0-Produkte gibt es dabei natürlich nicht, obwohl sich bisweilen hartnäckig solche Aussagen im Markt halten.

»Die technischen Anforderungen für die Industrie 4.0 lassen sich nicht pauschal zusammenfassen, sondern je nach Technologie gibt es spezifische Punkte, auf die der Kunde achten muss«, weiß Brockard. Die Kunst liegt also darin, aus einer Vielzahl an Technologien und Produkten die richtigen auszuwählen. »Bei den MCUs beispielsweise geht es um hohe Rechenleistung auf kleinem Raum, Kommunikationsfähigkeit und geringe Verlustleistung, und das alles zu möglichst günstigen Preisen. Beim HMI stellt sich die Frage, welche Touch-Technologie der Kunde einsetzen möchte. Bei der Kommunikation liegt die Herausforderung u.a. darin, große Distanzen zu überbrücken und je nach Anforderungen die passende Kommunikationstechnologie auszuwählen. Natürlich spielen auch die Themen Sensorik und Security eine große Rolle – und nicht zu vergessen die Aspekte der funktionalen Sicherheit. Und schlussendlich ist auch eine Power Supply erforderlich. All das muss aufeinander abgestimmt sein«, skizziert der EBV-Experte. Alleine die Aufzählung von Brockard macht schon deutlich: Der Weg in Richtung Industrie 4.0 gleicht einem Dschungeltrip. Wie also kommt der Kunde von den einzelnen Komponenten zu einem Industrie-4.0-fähigen System? Genau an diesem Punkt kommt EBV als Distributor ins Spiel, der ohnehin bereits viele Teilprozesse der Industrie 4.0 auf vielfältige Weise unterstützt und bei der Auswahl der passenden Halbleiter hilft.