Supercomputer Watson strukturiert Big Data IBM macht München zur Watson IoT-Hauptstadt

v. l. n. r.: David Kenny, CEO, The Weather Company; John Kelly, senior vice president, Solutions Portfolio and Research, IBM; and Harriet Green, general manager, IBM IoT & Education; Laurent Martinez, SVP, Head of Services Business Unit, Airbus; and Matthias Rebellius, CEO, Siemens Building Technologies.

München wird zur weltweiten Zentrale des neuen IBM Geschäftsbereichs Watson IoT und gleichzeitig der Standort für das erste europäische Watson Innovation Center. Rund 1000 IBM Entwickler, Berater, Forscher und Designer werden zukünftig in den Münchner HighLight Towers arbeiten.

Ziel ist es, über kognitive Fähigkeiten vernetzte Geräte, Systeme und Sensoren intelligent zu machen sowie neue Marktchancen zu erschließen. Die neuen Lösungen werden über die IBM Watson IoT Cloud als globale Plattform verfügbar sein. Das neue Watson IoT-Hauptquartier repräsentiert die größte Investition der IBM in Europa seit mehr als 20 Jahren.

Gegenwärtig gibt es nach Angaben von IBM auf der Welt über neun Milliarden vernetzte Geräte, die in den nächsten 15 Jahren täglich rund 2,5 Trillionen Bytes produzieren werden. Dazu gehören medizinische Geräte und Systeme wie beispielsweise implantierte Defibrillatoren, Wearables, IT-Verkehrssteuerungssysteme, vernetzte Sicherheits- sowie Fahrerassistenzsysteme für Automobile oder die intelligente Energiesteuerungstechnik für Haushalte. Alles Produkte und Dinge, die die Umwelt schützen und dem Menschen das Leben erleichtern und sicherer machen. Das Umsatzvolumen rund um IoT wird bis 2020 auf 1,7 Billionen US-Dollar geschätzt. Diese Daten sinnvoll zu nutzen ist eine der großen Marktchancen – auch für das deutsche Zukunftsprojekt Industrie 4.0.

Industrie 4.0 baut auf Technologien wie dem Internet der Dinge auf. Es bedarf Maschinen, die von Anfang an mit eigener Intelligenz ausgestattet sind und einer entsprechenden Infrastruktur, die die Daten in Echtzeit analysiert. „Die Ausgangslage der deutschen Wirtschaft in Sachen Digitalisierung und Industrie 4.0 ist hervorragend – ihr großer Vorteil ist der hohe Industrialisierungsgrad”, sagt Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland und General Manager Österreich und Schweiz. „Er bildet einen idealen Resonanzboden für datengetriebene, kognitive Geschäftsmodelle. Mit den nun leicht zugänglichen neuen Lösungen werden die Grenzen des Machbaren nochmals weiter verschoben.”

Kunden, Start-ups, Universitäten, Forschungseinrichtungen und IoT-Partner – vom Chiphersteller über den Maschinenbauer bis hin zum industrieorientierten Lösungsanbieter – haben nun Zugang zur cloudbasierten IBM Watson IoT Plattform, um eine neue Generation kognitiver Apps, Services und Lösungen zu entwickeln. Davon profitieren vor allem Branchen wie die Automobilindustrie, Elektronikindustrie oder der Maschinenbau. Siemens Building Technologies, Marktführer für sichere, energieeffiziente und umweltfreundliche Gebäude und Infrastrukturen, wird zukünftig gemeinsam mit IBM die intelligente Digitalisierung von Gebäuden vorantreiben. Dafür wird Siemens neueste Analyse-Verfahren mit IOT-Lösungen von IBM kombinieren, um ihre Navigator Plattform für Energiemanagement weiter zu optimieren.