Schnelles Time-to-Market HEITEC eröffnet Kompetenzzentrum in Eckental

Roland Chochoiek, Heitec: »Die 19-Zoll-Technik ist seit vielen Jahren erfolgreich und wird dies aus meiner Sicht auch noch für viele Jahre bleiben.«
Roland Chochoiek, Heitec: »Es geht uns also darum, unseren Kunden zu den optimalen Systemlösungen zu verhelfen – und das machen wir am Standort Eckental über die enge Verbindung von Entwicklung, Fertigung und der Gehäusetechnik.«

Software, Elektronik, Mechanik – diese drei Elemente hat HEITEC mit Herstellungsprozessen eng verzahnt, um schnell Prototypen und kleine Stückzahlen liefern zu können.

»Damit ermöglichen wir es unseren Kunden aus der Elektronik und der Automatisierung, ihre Produkte schneller als bisher auf den Markt zu bringen«, sagt Johannes Feldmayer, Generalbevollmächtigter der HEITEC AG. Im Gebäude in Eckental hat HEITEC eine eigene kleine automatisierte SMT-Linie und wie eine Linie für die halbautomatische Fertigung von Baugruppen aufgebaut – einschließlich umfangreicher Testeinrichtungen bis hin zu Klimakammern für Tests unter Temperaturzyklen und Hochspannungstests, wenn gewünscht bis zur Zerstörung der Baugruppe. Hier können allerdings nur Stückzahlen bis in den Bereich von einigen Tausend hergestellt werden. »Und zwar für die Kunden, die das ausdrücklich wünschen. Denn eines steht fest: Wir werden nie eigene Produkte für den Massenmarkt fertigen und damit etwa in Wettbewerb zu unseren Kunden treten«, sagt Johannes Feldmayer.

Damit bleibt sich HEITEC dem Grundgedanken seit der Gründung vor 30 Jahren treu. Gestartet als Ingenieur-Dienstleister, ist das Unternehmen heute zum Komplettanbieter mit 1000 Mitarbeitern gewachsen, der 110 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. »Unser Ziel ist es, in der Automatisierungstechnik die Produktivität unserer Kunden und in der Elektronik die Produkte unserer Kunden zu optimieren«, fasst Johannes Feldmayer zusammen.

Dabei legt er Wert darauf, die gesamte Wertschöpfungskette von Beratung und Planung über Entwicklung und Konstruktion, Fertigung und Test, Inbetriebnahme und Schulung bis zu Service und Wartung abdecken zu können. Viele Kunden nehmen laut Johannes Feldmayer zwar nicht die gesamte Kette in Anspruch, sondern meist nur Teilbereiche. Für HEITEC sei es aber entscheidend, die Kompetenz über die gesamte Wertschöpfungskette zu besitzen, um die Kunden je nach ihren Bedürfnissen optimal in den gewünschten Teilbereichen unterstützen zu können. Das tut HEITEC in insgesamt fünf Geschäftsgebieten:

 • In der klassischen Automatisierungstechnik dreht sich alles um die Software für den Einsatz im Maschinenbau, beispielsweise um in der Produktion die Durchsätze oder Taktraten erhöhen zu können.

• Das zweite Geschäftsgebiet sind die Produktionssysteme. Hier beschränkt sich HEITEC nicht nur auf die Software – die hier ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt –, sondern beschäftigt sich auch mit der Mechanik der Anlagen, mit der Antriebstechnik und der Robotik.

• In der Mess- und Prüftechnik, dem dritten Geschäftsgebiet, entwickelt HEITEC Prüfplätze für die elektronischen Baugruppen und Subsysteme. Allerdings ergeben sich nach den Worten von Johannes Feldmayer jetzt auch immer mehr Synergien der Mess- und Prüftechnik mit den ersten beiden Geschäftsgebieten, weil über bildverarbeitende Systeme immer mehr Mess- und Prüftechnik in die klassische Automatisierung und in die Produktionssysteme wandern.

• Im Rahmen des vierten Geschäftsgebietes, der Energietechnik entwickeln die Ingenieure von HEITEC die Anbindung von Nieder- und Mittelspannung sowie die Leittechnik.

• In der Elektronik, dem fünften Geschäftsgebiet, entwickelt HEITEC elektronische Systeme: von der Flachbaugruppe bis zu vollständigen Embedded-Systemen, einschließlich der Mikroprozessoren, der Kommunikationseinheiten, der Leistungselektronik, der Sensorik und Aktorik bis hin zu den Gehäusen. Sogar ASIC-und SoC-Entwicklungen führen die Ingenieure durch, auch wenn in vielen Fällen bei kleineren Stückzahlen den FPGAs der Vorzug gegeben wird, die aber in der Entwicklung kaum weniger komplex sind.

Die Kompetenz von HEITEC erstreckt sich dabei über viele unterschiedliche Branchen: von Automotive und Verkehrstechnik über Luft- und Raumfahrt , Medizintechnik, die Informations- und Kommunikationstechnik bis zur Energietechnik sowie dem Anlagen- und Maschinenbau. Wie kann ein Unternehmen in so unterschiedlichen Gebieten kompetent beraten, entwickeln und konstruieren, bis hin zum kompletten System einschließlich der erforderlichen After-Sales-Aktivitäten? »Das Geheimnis besteht darin, dass wir uns innerhalb der Branchen auf ganz bestimmte Gebiete konzentrieren«, sagt Johannes Feldmayer. »In der Automotive-Branche beispielsweise auf Montageprozesse. Hier kennen wir die Prozesse exzellent und können mit diesem Fokus die gesamte Wertschöpfungskette abdecken.«